Exportliste des Statistischen Bundesamtes Deutsche Autos sind im Ausland am meisten gefragt

Stand: 02.03.2011 15:22 Uhr

Autos der Marke Porsche stehen in Emden zur Verladung auf Schiffe bereit.
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Autos sind die am häufigsten exportierten Güter aus deutscher Produktion.

Autos sind wieder das beliebteste Exportprodukt aus Deutschland. Jedes sechste ins Ausland gelieferte Gut war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2010 ein Kraftwagen oder ein Fahrzeugteil. Die Ausfuhren der Autobranche kletterten demnach um fast 30 Prozent auf 159,4 Milliarden Euro und machten damit die Einbrüche aus dem Rezessionsjahr 2009 von rund 28 Prozent wieder wett. In dem Krisenjahr waren die Autos nach Maschinen und Anlagen nur noch zweitwichtigster Exportschlager.

Die Autohersteller wollen dieses Jahr aber vor allem auf dem Inlandsmarkt punkten und hoffen, dass die Deutschen sich im Aufschwung einen Neuwagen kaufen. Der hiesige Absatz dürfte nach Ansicht des Branchenverbandes VDA die Marke von 3,1 Millionen überschreiten. 2010 hatte es wegen der abgelaufenen Abwrackprämie nur 2,9 Millionen Neuzulassungen gegeben.

Maschinenbau an Platz zwei

In der Hitliste der Exportschlager belegte der Maschinenbau Rang zwei - jedes siebte ins Ausland gelieferte Produkt war eine Maschine oder Anlage. Die Ausfuhren 2010 kletterten laut Statistikamt um 11,3 Prozent auf 138,7 Milliarden Euro. Die Maschinenbauer können sich derzeit kaum vor Aufträgen retten und peilen deshalb ein weiteres Boomjahr an. Allein im Januar sei das Neugeschäft um 46 Prozent gestiegen, teilte der Branchenverband VDMA mit. "Besonders erfreulich lief die Inlandsnachfrage", betonte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Hier gab es im Januar ein Auftragsplus von 53 Prozent.

Die wichtigsten deutschen Importgüter waren im vergangenen Jahr Computer und andere Elektrogeräte. Sie hatten mit 90,2 Milliarden Euro einen Anteil von 11,2 Prozent an den Gesamteinfuhren. Auf Rang zwei folgten Kraftfahrzeuge und -teile mit einem Anteil von 8,6 Prozent, Erdöl und Erdgas kamen auf 7,8 Prozent.

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