EVG-Sprecher im Morgenmagazin "Verhandelt haben wir lange genug"

Stand: 10.12.2018 08:21 Uhr

Die Eisenbahngewerkschaft fordert von der Bahn ein "substanziell verbessertes Angebot". Ansonsten werde nicht weiter verhandelt, sagte EVG-Sprecher Reitz im ARD-Morgenmagazin. Weitere Warnstreiks schloss er nicht aus.

Für die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist die Sache klar: Sie wartet auf ein überarbeitetes Angebot der Bahn im Tarifstreit, ansonsten schließt sie weitere Warnstreiks nicht aus. "Verhandelt haben wir lange genug", sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz im ARD-Morgenmagazin. Die EVG erwarte von der Bahn ein "substanziell verbessertes Angebot", das in schriftlicher Form vorgelegt werden müsse.

Uwe Reitz, EVG-Gewerkschaft, zu Gründen für die Warnstreiks
ARD-Morgenmagazin

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Während die in der EVG organisierten Bahn-Mitarbeiter heute im Ausstand sind, gehen die Verhandlungen der Bahn mit der Lokführergewerkschaft GDL weiter. Der Aufforderung, weiterzuverhandeln, kommt die EVG aber nicht nach. Reitz sieht darin so lange keinen Sinn, bis die Bahn nachbessert. "Wir brauchen jetzt ein Ergebnis", betonte er.

Differenzen zwischen Laufzeit und Prozenten

Auf den ersten Blick liegen EVG und Bahn mit Forderung und Angebot gar nicht so weit auseinander: Die Gewerkschaft fordert 7,5 Prozent mehr Lohn, die Bahn bietet ein Paket, das nach ihren Angaben bei sieben Prozent liegt. Doch große Differenzen gibt es nach Reitz' Angaben zwischen Laufzeit und Prozenten: "Das war ja auch der Grund, warum unsere Kollegen aus der Tarifkommission das vorliegende Angebot einstimmig abgelehnt haben."

Zunächst sei von einer "Erhöhung in der ersten Stufe um zwei Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten" die Rede gewesen. Ein zweites Angebot habe 2,5 Prozent beinhaltet, jedoch bei einer Laufzeit von 29 Monaten. "Das heißt: für ein halbes Prozent mehr fünf Monate längere Laufzeit. Das zweite Angebot war eigentlich schlechter als das erste. Auf der Basis kann man nicht verhandeln", sagte Reitz.

alt Mitglieder der EVG | Bildquelle: dpa

Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG

Die Gewerkschaft organisiert rund 99.000 Beschäftigte bei der Deutschen Bahn, größtenteils Servicepersonal am Bahnhof und im Zug, aber auch einige Lokführer. Damit ist sie die größte Bahn-Gewerkschaft. Chef der EVG ist Alexander Kirchner, der auch als Vize-Vorsitzender im Bahn-Aufsichtsrat sitzt.

Die EVG ist vergleichsweise jung. Sie wurde erst vor acht Jahren als Zusammenschluss aus den Gewerkschaften Transnet und GDBA gegründet und ist Mitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Insgesamt hat die EVG rund 190.000 Mitglieder in großen Teilen des Verkehrsbereiches: Busfahrer gehören ihr ebenso an wie Binnenschiffer.

Der letzte große Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn mit flächendeckenden Streiks war zwischen Herbst 2014 und Frühsommer 2015. Damals kämpfte die EVG mit der deutlich kleineren Lokführergewerkschaft GDL um die Macht. Die Konkurrenz zwischen den beiden Gewerkschaften besteht weiter fort.

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 10. Dezember 2018 um 07:10 Uhr.

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