Containerterminal in Hamburg

Wirtschaftsdaten der Statistikbehörde Eurozone rutscht in die Rezession

Stand: 06.12.2012 12:48 Uhr

Die anhaltende Staatsschulden- und Wirtschaftskrise hat die Eurozone in die Rezession getrieben. Die gesamte Wirtschaftsleistung der 17 Staaten der Währungsunion ging im dritten Vierteljahr im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent zurück, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mitteilte. Sie bestätigte damit eine Vorabschätzung vom November.

Nach einer Stagnation zu Jahresbeginn war das Bruttoinlandsprodukt des Euroraums im zweiten Quartal bereits um 0,2 Prozent geschrumpft. Ökonomen sprechen von einer Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal zweimal in Folge sinkt. Im Jahresvergleich zu den Werten aus 2011 sank das BIP im dritten Quartal um 0,6 Prozent.

Baustelle in Madrid

Schrumpfende Wirtschaft, Rezession: Auch im Euroland Spanien sieht es trübe aus.

Sinkende Investionen, stagnierender Konsum

Grund für den Rückgang im dritten Vierteljahr waren nach Angaben der Statistiker ein stagnierender privater Konsum und sinkende Investitionen. Auch ein leichtes Wachstum in den stärksten Volkswirtschaften des Euroraums, Deutschland und Frankreich, konnte das Minus vor allem in den südeuropäischen Krisenländern nicht ausgleichen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 06. Dezember 2012 um 14:30 Uhr.

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KOMMENTARE

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schaunwamal 06.12.2012 • 19:59 Uhr

Mindestlohn von 10€ die Stunde dann klapps auch mit dem Konsum..

ist doch klar wenn menschen trotz vollzeitjob und sie werden immer mehr sich immer weniger leisten können und aufstocken gehen müssen wo soll da der konsum her kommen. Wenn nun der Export wegbricht dann muss dieser ausfall durch die Binnennachfrage am besten schon gestern weggemacht werden. Das ist sträflich vernachlässigt worden. Die Folge dieser Lohndumpingpolitik massiver zuschuss zur Grundsicherung von vielen mrd.Altersarmut,2klassengesellschaft. Hier findet eine Wettbewerbswidrige Staatsunterstützung für die sozialschmarotzerUnternehmer die dadurch die noch vorhandenen unternehmen die vernünftig bezahlen in wettbewerbsnöte bringen. Und so dreht sich die spirale rückwärts. Wir sehn doch alle was mit einem land passiert wenn an der falsche stelle massiv gespart wird. Aber egal solange die oberen 10% immer reicher reicher werden ist die welt noch in Ordnung. Noch 330 Tage dann ist hoffentlich dieser cdu/fdp spuk vorbei.