Neue Euroscheine | Bildquelle: ARMANDO BABANI/EPA-EFE/REX/Shutt

Mehr Fälschungssicherheit Neue Euro-Scheine ab 2019

Stand: 17.09.2018 14:54 Uhr

Die 100- und 200-Euro-Scheine bekommen ein neues Outfit. Aufwändige Sicherheitsmerkmale sollen Fälschern das Leben schwer machen. Ende Mai 2019 kommen die neuen Scheine in Umlauf.

Europas Verbraucher müssen sich im Frühjahr 2019 an neue 100- und 200-Euro-Scheine gewöhnen. Vom 28. Mai an werden die Banknoten in Umlauf gebracht, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte. Eine Sprecherin der Notenbank in Frankfurt bestätigte den Zeitplan. Am Nachmittag wurden die neu gestalteten Scheine in der Zentrale der EZB erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Europäische Zentralbank stellt neue 100- und 200-Euro-Scheine vor
tagesschau 16:00 Uhr, 17.09.2018, Jacqueline Dreyhaupt, HR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Mehr Sicherheit durch "Europa"

Verbesserte Sicherheitsmerkmale sollen Geldfälschern das Handwerk erschweren. So ist etwa der Wert der Scheine als "Smaragd-Zahl" aufgedruckt, die ihre Farbe ändert, wenn man die Banknote etwas neigt. Das Wasserzeichen zeigt ein Porträt der griechischen Mythenfigur Europa, die auch die Namensgeberin dieser "Europa-Serie" ist. Das Porträt der Königstochter und Geliebten des Gottes Zeus wurde dafür von einer 2000 Jahre alten Vase kopiert, die im Pariser Louvre steht

Damit ist die zweite Generation von Euro-Banknoten seit Einführung des gemeinsamen Bargelds 2002 komplett. Fünfer, Zehner, Zwanziger und Fünfziger sind bereits in der überarbeiteten Version im Umlauf und sollen dank der neuen Sicherheitsmerkmale zu einem Rückgang der Geldfälschungen geführt haben.

So haben die neuen 20- und 50-Euro-Scheine ein "Porträtfenster", das durchsichtig wird, wenn man den Schein gegen das Licht hält. Dann sieht man von beiden Seiten ein Porträt der Europa.

Außerdem sind die Fünfer und Zehner der zweiten Generation mit einer Speziallackierung überzogen, die höherwertigen Scheine nicht. Damit sollen die kleinen Stückelungen, die häufiger den Besitzer wechseln, haltbarer sein.

Abschied vom 500-Euro-Schein

Der 500-Euro-Schein wird nach einer Entscheidung des EZB-Rates vorerst nicht mehr produziert. Befürworter versprechen sich davon, dass Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit zurückgedrängt werden. Ob das klappt, ist umstritten. Die im Umlauf befindlichen 500-Euro-Scheine bleiben gesetzliches Zahlungsmittel und sollen unbegrenzt umtauschbar sein. Auch die Euro-Banknoten der ersten Generation bleiben gültig und werden im Laufe der Zeit von den Notenbanken aus dem Verkehr gezogen.

Personal und Geräte müssen vorbereitet werden

Bevor die neuen 100- und 200-Euro-Scheine an Geldautomaten und Ladenkassen zu haben sind, bereiten Banken und Einzelhandel ihre Geräte und das Personal auf den Umgang mit den neuen Geldscheinen vor. Auch Automaten müssen eingerichtet und umgerüstet werden.

Mit dem neuen Fünfer hatte es im Mai 2013 anfangs Probleme gegeben: An vielen Automaten in Europa konnten Verbraucher ihren Fahrschein oder das Parkticket damit nicht bezahlen, weil die Software der Automaten nicht rechtzeitig umgestellt worden war.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. September 2018 um 15:00 Uhr.

Darstellung: