Bildergalerie: Angela Merkel und das Euro-Rettungspaket

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Merkel und die Suche nach der Euro-Rettung

Angela Merkel

Beim EU-Gipfel am 10. Dezember 2009 ist Griechenlands Schuldenkrise erstmals Thema. Angela Merkel warnt vor einer Überbewertung: "Andere Länder haben auch Probleme", sagt sie - und: "Mit denjenigen, die größere Schwierigkeiten haben, werden wir natürlich sprechen." Eurogruppen-Chef Juncker versichert: "Griechenland wird nicht bankrottgehen."

Angela Merkel

Beim EU-Gipfel am 10. Dezember 2009 ist Griechenlands Schuldenkrise erstmals Thema. Angela Merkel warnt vor einer Überbewertung: "Andere Länder haben auch Probleme", sagt sie - und: "Mit denjenigen, die größere Schwierigkeiten haben, werden wir natürlich sprechen." Eurogruppen-Chef Juncker versichert: "Griechenland wird nicht bankrottgehen."

EU-Sondergipfel zu Griechenland am 11.2.2010

Auf einem Sondergipfel am 11. Februar 2010 in Brüssel verzichtet der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou zunächst auf eine Bitte um Finanzhilfen. Immerhin erklären die EU-Staatschefs, Griechenland im Notfall unter die Arme greifen zu wollen. Konkrete Zusagen werden aber nicht gemacht. Griechenland verspricht, das Staatsdefizit um vier Prozentpunkte zu senken. Wenn EZB und Kommission überprüfen, ob Griechenland das schaffe, sagt Angela Merkel, würde das Vertrauen der Märkte in Griechenland wieder hergestellt.

Euro-Krise

Die Kanzlerin gibt sich eisern. In der Haushaltsdebatte am 17. März 2010 lehnt Angela Merkel Finanzhilfen für Griechenland weiter ab: "Die schnelle Solidaritätsleistung ist mit Sicherheit nicht die richtige Antwort." Sagt es - und legt sogar noch einen drauf: "Ein Ausschluss aus der Eurozone muss eine mögliche Konsequenz für Länder sein, die künftig die Stabilität der Währungsunion gefährden."

Eu-Gipfel am 25. März 2010

Gegen den Willen von Frankreich, Bundesfinanzminister Schäuble und der Europäischen Zentralbank setzt Merkel beim EU-Gipfel am 25. März 2010 eine Beteiligung des Internationalen Währungsfonds an einem Hilfspaket für Griechenland durch. Es soll allerdings nur im Notfall ausgezahlt werden - und das sei erst der Fall, so Merkel, wenn Griechenland an den Finanzmärkten kein Geld erhielte. Merkel: "Es reicht nicht, dass ein Land sagt: 'Mir sind die Zinsen, die ich für Kredite zahlen muss, zu hoch.'"

Euro-Krise

Am Abend des 7. Mai 2010 beschließen die Regierungschefs der 16 Euroländer auf einem Sondergipfel das Rettungspaket für Griechenland. Uneinigkeit herrscht über die Konsequenzen aus der Schuldenkrise. Angela Merkel fordert Sanktionen für diejenigen Länder, die gegen den Stabilitätspakt verstoßen - zum Beispiel einen Entzug des Stimmrechts auf EU-Ebene. Zuvor hatten Bundestag und Bundesrat zugestimmt, dass Deutschland sich an der Bereitstellung von Krediten für Athen mit bis zu 22,4 Milliarden Euro beteiligt.

Merkel und Papandreou 17.6.2010

Auf dem EU-Gipfel am 17.Juni 2010 herrscht Uneinigkeit über die Lehren und Konsequenzen, die aus der Schuldenkrise zu ziehen sind. Bundeskanzlerin Merkel gräbt eine nicht ganz neue Idee aus - und sagt vor Beginn der Beratungen: "In den Beschlüssen wird stehen, dass die Einführung einer globalen Finanzmarkttransaktionssteuer erforscht und entwickelt werden soll." Zwar ist auch Frankreich dafür, in den Beschlüssen steht dann trotzdem nichts davon.

Schäuble auf EU-Finanzministertreffen am 7.9.2010

Die EU-Finanzminister einigen sich am 7. September 2010 darauf, dass jedes Mitglied der Eurozone künftig seine Haushalts- und Finanzplanung zuerst der EU-Kommission vorlegen muss. Bundesfinanzminister Schäuble: "Transparenz schafft ja immer auch für diejenigen, die ein Problem haben, Begründungszwänge. Oder noch besser: Es verstärkt die Kräfte, es zu ändern." Zu der Einführung einer Finanzmarkttransaktionssteuer gibt es wieder keine Einigung.

Euro-Krise

Knapp eine Woche vor dem nächsten EU-Gipfel treffen sich Angela Merkel und Nicolas Sarkozy am 10. Dezember 2010 mit ihren Außen- und Finanzministern zum deutsch-französischen Ministerrat in Freiburg. In dem bilateralen Treffen lehnen Deutschland und Frankreich einen Vorschlag Luxemburgs und Italiens ab: gemeinsame Schuldenanleihen, sogenannte Eurobonds.

Angela Merkel Bundestag 15.12.2010

In ihrer Regierungserklärung am Tag vor dem EU-Gipfel sagt die Bundeskanzlerin: "Niemand in Europa wird alleingelassen. Niemand in Europa wird fallengelassen. Europa gelingt gemeinsam - und ich füge hinzu: Europa gelingt nur gemeinsam." Sie spricht sich erneut gegen sogenannte Eurobonds und einen Rettungsschirm aus.

Angela Merkel

Luxemburgs und Italiens Vorschlag gemeinsamer Schuldenanleihen oder Spaniens Wunsch nach Verdopplung des Rettungsschirms - Angela Merkel lehnt im Vorfeld des EU-Gipfels am 16. Dezember 2010 alles ab. Die Kanzlerin fordert, dass "alle Verantwortung für solides Wirtschaften und auf der anderen Seite Solidarität zeigen". Letztendlich beschließt der Gipfel, dass dem Rettungsschirm, der nur drei Jahre laufen sollte und auf dessen Befristung Merkel stets bestanden hatte, ein Krisenmechanismus folgt.

Euro-Krise

Auf dem EU-Sondergipfel zur Schuldenkrise am 11. März 2011 kann die Bundeskanzlerin keine ihrer Forderungen durchsetzen. Von den deutschen Vorschlägen wie Stimmrechtsentzug für Schuldensünder, automatische Sanktionen oder eine zeitliche Befristung der Rettungsmaßnahmen wird kein einziger beschlossen. Stattdessen erwarten die anderen Ländern Merkels Zustimmung, das Rettungspaket fast zu verdoppeln.

Merkel am 24.3.2011

Zwei Wochen später beschließt der EU-Gipfel einen Rettungsschirm mit einem Volumen von 700 Milliarden Euro. Die Bundeskanzlerin: "Damit ist ein Gesamtpaket entstanden, was ich für geeignet halte, besser gewappnet zu sein als bisher. Ob wir abschließend gewappnet sind, das wird die Zeit zeigen. Aber die Instrumente dazu haben wir nun, jetzt brauchen wir noch den politischen Willen, die zu nutzen."

Merkel am 25.6.2011

In Brüssel wird am 25. Juni 2011 ein weiteres, milliardenschweres Hilfspaket beschlossen. "Wir werden alles tun, um den Euro als Ganzes zu stabilisieren und stabil zu halten. Es ist unsere gemeinsame Währung", sagt die Bundeskanzlerin. Unter der Bedingung, dass das griechische Parlament weitere Sparmaßnahmen beschließt, verdoppelt Europa den Rettungsschirm - mit der Zustimmung von Angela Merkel.

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