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Einigung bei Tarifrunde Mehr Geld für Bankangestellte

Stand: 04.07.2019 07:33 Uhr

Bankangestellte in Deutschland bekommen künftig in zwei Schritten vier Prozent mehr Gehalt. Darauf einigten sich die Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di in der fünften Verhandlungsrunde.

Bei den Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Bankbeschäftigten in Deutschland ist in der fünften Runde eine Einigung gelungen. Die Beschäftigten im privaten und öffentlichen Bankgewerbe sollen in zwei Schritten vier Prozent mehr Gehalt bekommen, wie die Arbeitgeberseite mitteilte. Auch die Gewerkschaft ver.di bestätigte die Einigung.

Die Gehälter sollen nach Angaben der Arbeitgeberseite zum kommenden September und dann zum November 2020 um jeweils zwei Prozent steigen. Auszubildende erhalten ab September eine überproportionale Gehaltserhöhung um 60 Euro pro Monat.

Der neue Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit von 29 Monaten und gilt rückwirkend ab Februar. Vereinbart wurden laut Arbeitgebern auch neue Tarifregelungen zu Qualifizierung, Arbeitszeit, Ausbildung und Prävention.

Gewerkschaft plädiert für Zustimmung

Ver.di sehe in dem vereinbarten Paket "eine deutliche Verbesserung gegenüber dem letzten Arbeitgeberangebot", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführer Christoph Meister. Die Gewerkschaft werde nun eine Mitgliederbefragung über das Tarifergebnis durchführen. Die Tarifkommission empfehle den Mitgliedern die Annahme des Ergebnisses.

Ver.di hatte ursprünglich sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie sechs Gesundheits- und Entlastungstage gefordert - aus Sicht der Arbeitgeber zu viel. Der bisherige Gehaltstarifvertrag war bereits Ende Januar ausgelaufen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. Juli 2019 um 05:00 Uhr und 06:00 Uhr in den Nachrichten.

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