Flugzeuge des Unternehmen EasyJet stehen am Flughafen Tegel | Bildquelle: dpa

Corona-Krise trifft Airlines Easyjet lässt Maschinen am Boden

Stand: 30.03.2020 10:56 Uhr

Easyjet hat seinen regulären Flugbetrieb vorerst eingestellt. Grund seien die massiven Reisebeschränkungen, teilte der britische Billigflieger mit. Wann die 300 Maschinen wieder starten können, sei unklar.

Der britische Billigflieger Easyjet hat den regulären Flugbetrieb vorerst eingestellt. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit den weltweiten massiven Reisebeschränkungen und den Beschränkungen des öffentlichen Lebens in zahlreichen Ländern Europas. Derzeit sei unklar, wann die über 300 Maschinen wieder abheben können, teilte Easyjet mit.

Um die Auswirkungen auf die Bilanz möglichst gering zu halten, würden Kosten reduziert. Zudem wurde mit der Gewerkschaft eine Art Urlaubsregelung für das Kabinenpersonal getroffen, die ab 1. April für zwei Monate gilt. In der Zeit erhält die Besatzung 80 Prozent ihres Durchschnittslohns. "Wir befinden uns in laufenden Gesprächen mit Liquiditätsanbietern, die um unsere starke Bilanz und unser Geschäftsmodell wissen", betonte Easyjet.

Man werde die Situation aufgrund der Regelungen sowie der Kundennachfrage fortlaufend prüfen und die Märkte informieren, sobald man einen besseren Überblick habe. "Wir arbeiten unermüdlich daran, dass Easyjet weiterhin gut aufgestellt ist, um die Herausforderungen des Coronavirus zu meistern", fügte Konzernchef Johan Lundgren hinzu.

Beteiligung an Rückholaktion

Die Airline hatte bereits vergangene Woche fast alle Flüge gestrichen. Zugleich beteiligte sich Easyjet aber an der Rückholung von Kunden aus dem Ausland. Nach eigenen Angaben startete das Unternehmen dafür 650 Flüge und brachte mehr als 45.000 Menschen zurück.

Einreisebeschränkungen von Ländern in der ganzen Welt und sinkende Nachfrage treiben Airlines dazu, den Flugbetrieb drastisch zurückzufahren.

So hat etwa auch die Lufthansa wegen der Corona-Krise ihren Flugbetrieb laut Konzernchef Carsten Spohr auf weniger als fünf Prozent reduziert. Etwa 700 der rund 760 Lufthansa-Maschinen sind am Boden und 31.000 Beschäftigte der Kernmarke Lufthansa gehen bis Ende August in Kurzarbeit.

 

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 30. März 2020 um 12:43 Uhr.

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