Vertrocknete Halme stehen auf einem verdorrten Feld. | Bildquelle: dpa

Bundeshilfen wegen Dürre Bauern müssen weiter warten

Stand: 15.08.2018 14:14 Uhr

Wegen der Dürre fordern die Bauern schnelle Hilfe vom Bund. Doch die Entscheidung fällt erst in einer Woche. Zumindest erhalten Viehbauern nun Erleichterungen. Sie dürfen sogenannte Zwischenfrüchte an ihre Tiere verfüttern.

Die unter der Dürre leidenden Bauern müssen weiter auf eine Entscheidung des Bundes zu möglichen Hilfszahlungen warten. Die Bundesregierung will am Mittwoch kommender Woche entscheiden, ob die Dürreschäden ein nationales Ausmaß haben und damit Bundeshilfen infrage kommen. Als Basis dafür will Agraministerin Julia Klöckner den amtlichen Erntebericht im Kabinett vorlegen.

Kabinett will anhand der Erntedaten über Hilfen für Landwirte entscheiden
nachtmagazin 00:27 Uhr, 16.08.2018, David Ahlf, ARD Berlin

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Wie mögliche Hilfen aussehen würden, wäre erst danach mit den Ländern zu klären, die zuerst für Nothilfen für die Bauern zuständig sind. Klöckner unterstrich, dass abschließende und vergleichbare Daten aus den Ländern für die Entscheidung nötig seien. Ausschlaggebend für mögliche Hilfen sei die existenzielle Gefährdung von Landwirten. Finanzielle Unterstützung nach dem Gieskannenprinzip werde es nicht geben.

Bauern dürfen ausnahmsweise auch Klee verfüttern

Um Viehhalter zu entlasten, denen wegen der Dürre das Futter ausgeht, brachte Klöckner im Kabinett eine Verordnung zur Nutzung sogenannter ökologischer Vorrangflächen auf den Weg. So ist es Bauern künftig erlaubt, auch Zwischenfrüchte wie Klee und Grasmischungen zu verfüttern, die eigentlich zur Verbesserung der Bodenqualität angebaut werden.

Kühe stehen auf einer trockenen Weide | Bildquelle: dpa
galerie

Auch Kühe litten unter der andauernden Hitze und Dürre in diesem Sommer - vielerorts war Weidegrund verdorrt.

Bauern fordern eine Milliarde Euro Hilfe

Die Landwirte in Deutschland rechnen in diesem Jahr wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit mit erheblichen Ernteausfällen. Der Deutsche Bauernverband fordert finanzielle Unterstützung des Bundes in Höhe von einer Milliarde Euro und argumentiert, viele Betriebe seien wegen der Wetterlage existenzgefährdet.

Für Hilfsmaßnahmen bei Extremwetterereignissen sind die Länder zuständig, bei Ereignissen von nationalem Ausmaß kann aber auch der Bund Hilfen leisten. Das war zuletzt 2003 der Fall. Der Bund und mehrere Länder stellten damals insgesamt 72 Millionen Euro bereit.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau24 am 15. August 2018 um 12:00 Uhr.

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