Ein Containerschiff fährt auf dem Rhein entlang. | Bildquelle: dpa

Schifffahrt auf Rhein beeinträchtigt Bundesregierung gibt Ölreserven frei

Stand: 26.10.2018 15:10 Uhr

Der Rhein führt noch immer zu wenig Wasser für die großen Containerschiffe. Dadurch wird die Belieferung mit Treibstoff beeinträchtigt. Darum hat die Regierung nun die Ölreserve des Bundes freigegeben.

Die heißen Sommertemperaturen haben sich zwar längst verabschiedet, ihre Auswirkungen halten aber noch immer an: Der Rhein führt nach wie vor einen niedrigen Wasserstand, was die Schifffahrt beeinträchtigt - und damit auch die Belieferung der Industrie mit Kraftstoff. Darum hat die Bundesregierung ausnahmsweise die Erdölreserve Deutschlands freigegeben.

Ab Freitag werden begrenzte Mengen an Diesel, Benzin und auch Kerosin zur Verfügung gestellt, damit der Wirtschaft keine Einschränkungen drohen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium im Bundesanzeiger mit. Zuerst hatte die "Wirtschaftswoche" von dem Beschluss berichtet.

Schiffe können nicht mit voller Ladung fahren

Durch den zu niedrigen Pegelstand des Rheins können Containerschiffe nicht mehr mit voller Ladung auf dem Fluss unterwegs sein. Dadurch wird derzeit nicht mehr die benötigte Menge an Kraftstoff aus dem Ölzentrum Rotterdam in den Südwesten Deutschlands transportiert.

So ist der Zugriff auf die freigegebenen Diesel- und Benzinreserven auch auf bestimmte Regionen begrenzt: So dürfen die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg die Vorräte anzapfen, ebenso die Regierungsbezirke Köln und Unterfranken.

Auf die Kerosinreserve können ebenfalls Hessen und Rheinland-Pfalz sowie Nordrhein-Westfalen und Speyer zurückgreifen.

Die Ölreserve des Bundes ist per Gesetz vorgeschrieben, um bei Engpässen die Produktion etwa von Heizöl zu garantieren. Zuständig für die Reserve ist der Erdölbevorratungsverband (EBV).

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 26. Oktober 2018 um 16:15 Uhr.

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