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Investitionen eingebrochen Trumps Regierung schreckt Investoren ab

Stand: 02.07.2017 16:46 Uhr

Die Summe der Investitionen ausländischer Unternehmen in den USA ist nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump eingebrochen, berichtet die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf US-Daten. Besonders deutsche Unternehmen hielten sich zurück.

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Trumps Versprechen "America first" schreckt Investoren ab.

Die Investitionen ausländischer Unternehmen in den USA sind einem Bericht zufolge stark zurückgegangen. Im ersten Quartal 2017 lagen die ausländischen Direktinvestitionen mit 83,6 Milliarden Dollar um fast 40 Prozent unter denen des Vorjahresquartals. Das berichtet die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf vorläufige Zahlen der US-Statistikbehörde.

Deutsche Unternehmen hielten sich besonders zurück, heißt es in dem Bericht. Sie hatten in den letzten drei Monaten des Jahres 2016 gut 1,41 Milliarden Dollar in die Schaffung oder Erweiterung von Produktionskapazitäten in den USA angelegt. Von Januar bis Ende März 2017 sei die Summe auf nur noch 992 Millionen Dollar gefallen.

Abschottung trotz Bekenntnis zum Freihandel

"Die neue US-Administration sorgt für Verunsicherung bei vielen Unternehmen in Deutschland", sagte Stormy-Annika Mildner vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) der "Wirtschaftswoche". Donald Trump ist seit dem 20. Januar im Amt. Die US-Regierung unter ihm schürt mit ihrem Credo "America first" die Sorge vor einer Abschottung, etwa indem sie auf Importwaren hohe Zölle erhebt.

Beim Gipfel der sieben führenden westlichen Industrienationen (G7) in Taormina Ende Mai auf Sizilien hatten die Vereinigten Staaten ein klares Bekenntnis zum Freihandel verhindert. Der US-Regierung ist vor allem das Handelsdefizit mit Deutschland ein Dorn im Auge. Deutschland exportiert seit Jahren mehr in die USA, als es von dort einführt.

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