Jeroen Dijsselbloem

Juncker-Nachfolge Dijsselbloem soll neuer Eurogruppen-Chef werden

Stand: 14.12.2012 20:10 Uhr

Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem wird offenbar Nachfolger des scheidenden Eurogruppenchefs Jean-Claude Juncker. Nach Informationen des ARD-Studios Brüssel haben sich die Staats- und Regierungschefs der Eurozone beim EU-Gipfel auf den 46 Jahre alten Niederländer verständigt.

Dijsselbloem hatte bereits seine Bereitschaft erklärt, dieses Amt zu übernehmen. Formal muss er allerdings noch von den Finanzministern der Eurogruppe gewählt werden. Dem Vorsitzenden der Euro-Finanzminister kommt eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Schuldenkrise zu.

Jeroen Dijsselbloem

Ist für eine Kandidatur als Eurogruppen-Chef bereit: Jeroen Dijsselbloem

Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und der französische Ressortchef Pierre Moscovici waren als Nachfolger Junckers im Gespräch.

Juncker hatte vergangene Woche erklärt, er werde den Vorsitz der Eurogruppe Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres abgeben. Diese Entscheidung sei "unwiderruflich". Der langjährige luxemburgische Regierungschef hat den Posten seit seiner Schaffung im Jahr 2005 inne. Sein Mandat lief eigentlich am 17. Juli ab.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Dezember 2012 um 20:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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Feidl 14.12.2012 • 23:25 Uhr

@Selbstaufklärer

"Schuldenquote D über 80%,aber Waffen für Milliardensummen nach Griechenland(wozu?- es sollte Brot statt Böller sein!)." Der Waffenexport soll doch dazu beitragen, die Staatsverschuldung zu senken. Nach Griechenland ist natürlich nicht ganz so effizient, da Deutschland einen Teil der griechischen Schulden übernehmen muss, aber immerhin zahlen der IWF und die anderen Eurostaaten mit, dass sich Griechenland deutsche Rüstung kaufen konnte. Der Export nach finanzstarken Ländern, wie Saudi Arabien, ist diesbezüglich besser, aber das gefällt einigen aus bestimmten anderen Gründen wieder nicht.