Die Deutsche Bank-Zentrale in Frankfurt. | REUTERS

Deutsche Bank in den USA Mit Millionenzahlung Prozess abgewendet

Stand: 08.01.2021 20:52 Uhr

Die Deutsche Bank zahlt rund 130 Millionen Dollar, um eine Strafverfolgung in den USA zu verhindern. Dabei geht es offenbar um Verstöße gegen das Korruptionsgesetz.

Die Deutsche Bank legt in den USA mit der Zahlung von insgesamt rund 130 Millionen Dollar weitere Rechtsstreitigkeiten zu den Akten. Das Institut habe zwei Vergleichen mit dem US-Justizministerium und der Wertpapieraufsicht SEC zugestimmt, erklärte ein Gericht in New York.

Bei einer Telefonkonferenz mit einem Bundesrichter in New York verzichteten Anwälte der Bank auf das Recht, sich einer Anklage zu stellen. Durch die Zustimmung, die Millionensumme zu zahlen, wird es nun keinen Prozess geben.

Die Deutsche Bank wollte sich zu den Details nicht äußern, erklärte aber, die Verantwortung für die Vorgänge zu übernehmen, die sich zwischen 2008 und 2017 ereignet hätten.

Offenbar Verstoß gegen Korruptionsgesetz

Dem größten deutschen Geldhaus wurde laut "New York Times" etwa zur Last gelegt, bei der Anbahnung neuer Geschäftsbeziehungen mit Kunden unter anderem in China gegen Gesetze zur Vermeidung von Korruption verstoßen zu haben.

Dem Gericht zufolge gab es außerdem Verletzungen bei der Kontrolle über Geldwäsche bei Zahlungen in Saudi-Arabien und Abu Dhabi.

Interne Kontrolle verbessert

Die Deutsche Bank erklärte, in den vergangenen Jahren mehr als eine Milliarde Euro in interne Kontrollsysteme investiert zu haben, um solche Fälle in Zukunft zu vermeiden.

Die jetzige Einigung zwischen der Deutschen Bank und dem US-Justizministerium kommt wenige Tage vor Ende der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump. Das Institut hatte ihm über Jahre hinweg Geld geliehen. Derzeit schuldet Trump der Bank mehr als 300 Millionen Dollar.