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Neue EU-Zahlen für 2011 Defizite übertreffen Befürchtungen

Stand: 22.10.2012 11:53 Uhr

Die Haushaltsdefizite in den Krisenstaaten der Eurozone übertreffen die bisherigen Befürchtungen teilweise deutlich. Das EU-Statistikamt veröffentlichte aktualisierte Daten zur Staatsverschuldung im vergangenen Jahr. Daraus geht hervor, dass vor allem Spanien, Griechenland und Irland 2011 deutlich höhere Defizitquoten verzeichneten als bislang angenommen.

Spanisches Defizit fast ein Prozentpunkt höher

Das spanische Defizit lag demnach im vergangenen Jahr bei 9,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und damit um 0,9 Prozentpunkte höher als bisher geschätzt. In Griechenland lag das Minus ebenfalls bei 9,4 Prozent - zuvor war von 9,1 Prozent ausgegangen worden. Das irische Defizit stieg um 0,3 Prozentpunkte auf nun 13,4 Prozent. Auch für Portugal mussten die Zahlen leicht auf 4,4 Prozent nach oben korrigiert werden.

Die Änderungen sind unter anderem darauf zurückzuführen, dass Bankenhilfen oder unbezahlte Rechnungen aus Teilbereichen der Staaten anders berücksichtigt wurden als bisher. Einfluss hatten zudem Korrekturen bei den Berechnungen des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts, das für die Berechnung der Defizitquote wichtig ist.

Deutschland schlägt sich besser als erwartet

Im Gegensatz zu den meisten Krisenstaaten verbesserten sich die Zahlen für Deutschland durch die Aktualisierung der Daten. Das deutsche Staatsdefizit summierte sich demnach 2011 auf 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ursprünglich war ein Wert von 1,0 Prozent angegeben worden. EU-weit schlossen nur Luxemburg mit einem Defizit von 0,3 Prozent und Finnland mit 0,6 Prozent das vergangene Jahr besser ab als die Bundesrepublik. Der laut Maastricht-Kriterien zugelassene Höchstwert liegt bei 3,0 Prozent.

Bei einem anderen Stabilitätskriterien erfüllte Deutschland allerdings erneut die Vorgaben nicht: Der Gesamtschuldenstand des Staates summierte sich Ende 2011 auf 80,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Erlaubt wären höchstens 60 Prozent.

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KOMMENTARE

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jk70 22.10.2012 • 18:07 Uhr

Flow-texer hat leider recht.

Flow-texer hat leider recht. geld ist ein verzinster schuldschein, welches erst in der kreditvergabe einer bank an eine nichtbank entsteht. die banken verleihen also nicht das geld der sparer sondern schöpfen es selbst als luft, wenn sie einen kredit vergeben. es sind also systemische gründe unseres schuldgeldsystems, die es dem staat als grösstem kreditnehmer unmöglich machen, einen ausgeglichenen haushalt zu erreichen. es ist nicht die unfähigkeit der politiker zu rechnen oder deren hang wahlgeschenke zu verteilen. sie haben einfach unser geldsystem nicht verstanden oder verstehen es und treiben so ganz andere interessen voran. schuldenbremse und ausgeglichener haushalt machen daher überhaupt keinen sinn oder man sollte vielleicht ein böses spiel bestimmter kreise dahinter vermuten. ich kann nur empfehlen: monetative in dtl.und positive money in u.k.