Daimler Konzernzentrale | Bildquelle: dpa

Jobabbau Daimler will 1100 Führungsstellen streichen

Stand: 08.11.2019 13:51 Uhr

Der neue Daimler-Chef Källenius hat dem Autobauer ein hartes Sparprogramm verordnet. Nun wird bekannt, dass die Maßnahme auch die Leitungsebene des Konzerns betrifft. 1100 Stellen könnten wegfallen.

Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, auf der IAA 2019. | Bildquelle: dpa
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Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, auf der IAA 2019.

Daimler will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland jede zehnte Führungsposition streichen. Weltweit sollten 1100 Arbeitsplätze für Führungskräfte abgebaut werden. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Rundmail des Gesamt-Betriebsrats Michael Brecht.

Der spricht in dem Info-Brief an die Mitarbeiter davon, dass in Deutschland jeder zehnte Job auf Leitungseben wegfallen werde. Laut Betriebsrat hat Vorstandschef Ola Källenius Anfang der Woche bei einer internen Führungskräfteveranstaltung erstmals konkrete Zahlen zu seinen Sparplänen genannt.

Um die Personalkosten zu reduzieren, habe die Unternehmensleitung zudem vorgeschlagen, mögliche Tariferhöhungen aus der im Frühjahr 2020 anstehenden Tarifrunde nicht zu übernehmen. "Dies haben wir kategorisch abgelehnt", schreibt Brecht.

Details kündigt der Konzern für Mitte November an

Daimler erklärte, der Konzern analysiere derzeit Kosten, Prozesse und Potenziale, um in dem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld gegenzusteuern. "Wir befinden uns mit den Arbeitnehmervertretern im konstruktiven Dialog, werden uns zu Spekulationen des Betriebsrates aber nicht äußern", teilte der Autohersteller mit.

Källenius hatte ein Sparprogramm angekündigt. Der Autobauer müsse sich noch erheblich mehr bei der Transformation, etwa dem Wandel zu E-Autos, anstrengen und deutlich sparen, sagte er Ende Oktober bei der Präsentation der Quartalszahlen. Details will der Daimler-Chef allerdings erst auf einem Kapitalmarkttag am kommenden Donnerstag (14. November) erläutern.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 08. November 2019 um 12:00 Uhr.

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