Der Mercedes-Stern ist auf dem Turm des Stuttgarter Hauptbahnhofs zu sehen.  | Bildquelle: dpa

Vorwürfe gegen Daimler Weitere manipulierte Software?

Stand: 15.04.2019 01:34 Uhr

Im Abgasskandal werden neue Vorwürfe gegen Daimler laut. Das Kraftfahrtbundesamt hat laut einem Medienbericht festgestellt, dass der Konzern bei einem weiteren Modell die Stickoxid-Werte manipuliert hat.

Der Autobauer Daimler gerät offenbar erneut ins Visier des Kraftfahrtbundesamtes (KBA). Die Behörde prüft laut "Bild am Sonntag", ob das Unternehmen erneut mithilfe einer Software Abgaswerte in Tests nach unten korrigiert hat.

Daimler: Der Betrug nach dem Betrug
tagesthemen 23:15, 14.04.2019, Jenni Rieger, SWR

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Rund 60.000 Autos betroffen

Dem Bericht zufolge dreht es sich um das Mercedes-Benz-Modell GLK 220 CDI mit der Abgasnorm 5. Betroffen seien rund 60.000 Fahrzeuge, die zwischen 2012 und 2015 produziert worden seien.

Bereits im Herbst 2018 sei beim KBA der Verdacht aufgekommen, dass Daimler "unzulässige Abschaltvorrichtungen" einsetze. So wurde in Tests der Behörde ein niedrigerer Stickoxid-Ausstoß gemessen als im normalen Straßenbetrieb. Der Verdacht habe sich durch weitere Tests in den vergangenen Monaten erhärtet.

Hat Daimler versucht, Schummel-Software zu vertuschen?

Das KBA hat darum ein formelles Anhörungsverfahren gegen Daimler eingeleitet, wie ein Sprecher des Konzerns bestätigte. Laut Zeitungsbericht wirft das Bundesamt dem Unternehmen zudem vor, es habe versucht, die Schummel-Software durch spätere Updates unbemerkt zu entfernen. Dem widersprach der Daimler-Sprecher: "Die Behauptung, dass wir mit der freiwilligen Service-Maßnahme etwas 'verbergen' wollen, ist unzutreffend."

Die Grünen fordern angesichts des erneuten Verdachts auf Manipulationen einen härteren Umgang mit den Autoherstellern. "Das Kraftfahrt-Bundesamt wird wegen der laschen politischen Führung im Verkehrsministerium nicht von den Herstellern ernst genommen", so der stellvertretende Grünen-Fraktionschef Oliver Krischer. "Auch diesmal wird es vermutlich wie in der Vergangenheit keine Bußgelder geben. Das ist der Freifahrtschein für die Hersteller, dass sie weiterhin nicht ehrlich agieren." Letztlich werde auch diese Abschalteinrichtung nicht die letzte sein, die man findet.

Daimler musste im Rahmen des Abgasskandals bereits 2018 mehrfach Rückrufaktionen starten, allein in Deutschland waren rund 280.000 Autos betroffen.

Neue Diesel-Betrugsvorwürfe gegen Daimler
Lutz Heyser, SWR
14.04.2019 15:31 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 14. April 2019 um 03:00 Uhr in den Nachrichten.

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