Ein Füller und ein Taschenrechner liegen auf einer Steuererklärung | Bildquelle: picture alliance / Hans-Jürgen

Corona-Pandemie Steuereinnahmen im Juni sinken deutlich

Stand: 21.07.2020 08:12 Uhr

Die Auswirkungen der Corona-Krise belasten die Finanzen von Bund und Ländern weiterhin stark. Neue Zahlen machen deutlich: Im Juni sanken die Einnahmen um fast 20 Prozent.

Die Corona-Pandemie hat im Juni die Steuereinnahmen von Bund und Ländern einbrechen lassen. Gegenüber Mai gab es einen Rückgang der staatlichen Einnahmen, Gemeindesteuern ausgenommen, um 19,9 Prozent. Das geht aus einem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor.

Hohe Belastung durch Corona-Krise

Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise sowie die aufgrund der Krise umgesetzten steuerlichen Maßnahmen würden weiterhin das Steueraufkommen signifikant belasten, heißt es in dem Bericht.

Das Steueraufkommen im ersten Halbjahr 2020 sei insgesamt um 9,1 Prozent gefallen. Die Steuerschätzung war ursprünglich von einem Rückgang von 9,8 Prozent ausgegangen.

Rückgang vor allem bei Umsatzsteuer

Nach Ansicht des Finanzministeriums ist der Rückgang bei den Gemeinschaftsteuern besonders bedeutsam, also Steuern, die Bund, Ländern und Kommunen gemeinschaftlich zustehen. Hier gab es einen Rückgang von 10,6 Prozent.

Ein Großteil davon sei auf die Steuern vom Umsatz zurückzuführen, aber auch bei der Lohnsteuer, der veranlagten Einkommensteuer, der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag sowie der Körperschaftssteuer seien signifikante Rückgänge zu verzeichnen. Das Aufkommen der Bundessteuern sank um 5,0 Prozent.

Länder verzeichnen Zuwachs

Die reinen Steuern der Länder, zu denen zum Beispiel die Erbschaftsteuer gehört, verzeichneten dagegen einen Zuwachs um 8,8 Prozent.

Laut der Steuerschätzung müssen Bund, Länder und Kommunen bis 2024 mit gut 315 Milliarden Euro weniger auskommen als im Herbst angenommen.

Corona-Krise lässt Steuereinnahmen im Juni einbrechen
Markus Sambale, ARD Berlin
21.07.2020 08:56 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. Juli 2020 um 06:15 Uhr.

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