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Coronavirus-Pandemie Milliardenpaket für Start-ups

Stand: 01.04.2020 11:49 Uhr

Viele Start-ups bangen wegen der Corona-Pandemie um ihre Existenz. Die Bundesregierung will sie mit zwei Milliarden Euro unterstützen - und arbeitet an einem Zukunftsfonds.

Die Bundesregierung will Start-ups in der Corona-Krise kurzfristig mit einem zusätzlichen Milliardenpaket helfen. Mit zwei Milliarden Euro soll die Wagniskapitalfinanzierung erweitert werden, teilten das Finanz- und das Wirtschaftsministerium mit.

Finanzminister Olaf Scholz sagte, das Paket sei ein "starkes Signal", dass Start-ups auch in der Krise weitermachen könnten. Wirtschaftsminister Peter Altmaier betonte, es sei viel erreicht worden bei der Förderung von Start-ups, dies dürfe durch die Krise nicht gefährdet werden.

Zusätzliche Mittel für Wagniskapitalinvestoren

"Für diese jungen innovativen Unternehmen passen klassische Kreditinstrumente häufig nicht", sagte Altmaier. Öffentliche Wagniskapitalinvestoren wie KfW Capital oder der Europäische Investitionsfonds bekämen kurzfristig zusätzliche Mittel. Diese Gelder sollen dann im Zuge von Co-Investitionen zusammen mit privaten Investoren eingesetzt werden.

So soll verhindert werden, dass geplante Finanzierungsrunden für Start-ups platzen. Perspektivisch sollen die öffentlichen Wagniskapitalgeber auch Anteile von Fondsinvestoren übernehmen, wenn diese abspringen.

Zukunftsfonds in Arbeit

Parallel zur Umsetzung des Sofort-Pakets arbeite die Bundesregierung an einem bereits angekündigten zehn Milliarden schweren Zukunftsfonds für Start-ups. Altmaier sprach von einem überschaubaren Zeitraum, bis dieser Fonds steht.

Vielen Start-ups macht die Corona-Krise zu schaffen, da sie nur wenige Rücklagen haben. Neun von zehn jungen Firmen spürten die Pandemie bei ihren Geschäften, warnte der Bundesverband Deutsche Startups am Dienstag in Berlin.