Zusammengestellte Tische und Stühle stehen während des Teil-Lockdowns vor einem Gastronomiebetrieb an der Promenade von Timmendorfer Strand | dpa

Corona-Pandemie Massiver Umsatzeinbruch im Gastgewerbe

Stand: 18.01.2021 11:20 Uhr

Die Maßnahmen in der Corona-Pandemie haben den Hoteliers und Gastwirten stark zugesetzt: Der Umsatz brach ersten Schätzungen zufolge im vergangenen Jahr um fast 40 Prozent ein.

Das Gastgewerbe hat nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes wegen der Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie 2020 real 38 Prozent Umsatz verloren. Ohne Berücksichtigung der Preisveränderungen - also nominal - verzeichnete das Gastgewerbe 36 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr, wie die Statistikbehörde mitteilte.

In die Angaben flossen vorläufige Werte bis einschließlich November ein. Die Auswirkungen des Lockdowns im Dezember wurden geschätzt.

Im ebenfalls bereits von Betriebseinschränkungen betroffenen November lagen die Umsätze nominal rund 66 Prozent unter denen des Vorjahresmonats. Besonders hart wurden die Hotels mit einem Rückgang von fast 82 Prozent getroffen.

Hoteliers und Gastronomen bangen um Existenz

Im Kampf gegen die steigenden Neuinfektionen mussten im Frühjahr Restaurants und Kneipen teilweise schließen und durften nur noch Außer-Haus-Service anbieten. Seit November gilt für sie erneut ein Lockdown. Hotels und Pensionen dürfen nur Geschäftsreisende beherbergen. Viele Unternehmen sehen allerdings derzeit von Dienstreisen ab.

Drei von vier Gastronomen und Hoteliers bangen einer Umfrage zufolge um ihre Existenz, wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) jüngst erklärte. Der Verband hat wiederholt kritisiert, dass die versprochenen Staatshilfen zu spät oder nicht im vollen Umfang bei den Betrieben ankommen.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 18. Januar 2021 um 09:37 Uhr.