Logos von Continental und der Schaefler Gruppe

Höheres Angebot beendet Übernahmestreit Continental mit Schaeffler über Einstieg einig

Stand: 21.08.2008 07:32 Uhr

Der Übernahmekampf um den deutschen Autozulieferer Continental ist offenbar beendet. Mit der Schaeffler-Gruppe sei eine "weitreichende Investorenvereinbarung" bis 2014 geschlossen worden, wie Continental mitteilte.

Nach harten Verhandlungen erhöhte Schaeffler laut Continental seinen Angebotspreis auf 75 Euro pro Aktie. Dies entspräche einer Prämie von 39 Prozent gegenüber dem Aktienkurs der Continental unmittelbar vor Bekanntwerden der Übernahmeabsicht. Die Aktionäre haben voraussichtlich bis Mitte September Gelegenheit, über die Annahme des neuen Angebots zu entscheiden.

Continental-Vorstandschef Manfred Wennemer

Schaeffler steigt ein, Continental-Vorstandschef Wennemer aus.

"Darüber hinaus sagt Schaeffler verbindlich zu, das Engagement bei der Continental AG innerhalb der nächsten vier Jahre auf eine Minderheitsbeteiligung von bis zu 49,99 Prozent zu beschränken", heißt es in der Erklärung weiter. Schaeffler verpflichtete sich, die bisherige Strategie des Conti-Vorstands zu unterstützen sowie Vereinbarungen der Continental mit den Beschäftigten zu übernehmen.

Schröder soll Vereinbarung überwachen

Als Interessenvertreter "der Continental, ihrer Aktionäre, Arbeitnehmer und sonstigen Stakeholder" soll der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder über die Einhaltung der Vereinbarungen wachen. Der bisherige Continental-Vorstandschef Manfred Wennemer gibt sein Amt laut Continental zum 31. August zurück. Ein Nachfolger wurde noch nicht bekannt gegeben.

Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder

Schröder soll die Conti-Interessen nach dem Einstieg vertreten.

Der Continental-Konzern erwartet 2008 einen Umsatz von mehr als 26,4 Milliarden Euro und beschäftigt derzeit weltweit rund 150.000 Mitarbeiter an knapp 200 Standorten.