Ankauf von Staatsanleihen China will Griechenland helfen

Stand: 02.10.2010 20:45 Uhr

Chinas Regierungschef Wen (rechts) und Griechenlands Ministerpräsident Papandreou
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Ein Besuch, der sich lohnt: Chinas Regierungschef Wen (rechts) bietet Griechenlands Ministerpräsident Papandreou Finanzhilfe an.

China hat Griechenland finanzielle Hilfe angeboten. Regierungschef Wen Jiabao kündigte zu Beginn eines zweitägigen Staatsbesuchs in Athen an, griechische Staatsanleihen zu kaufen, sobald das hoch verschuldete Land Kredite am Kapitalmarkt aufnehmen will. "China wird große Anstrengungen unternehmen, um die Länder der Euro-Zone zu unterstützen und Griechenland ein Überwinden der Krise zu ermöglichen", versicherte Wen.

Milliardenschwerer Hilfsfonds

Griechenland hat sich zuletzt am Kapitalmarkt lediglich sehr kurzfristig mit Geld versorgt. Langfristige Anleihen will die Regierung erst wieder im Laufe des kommenden Jahres auflegen. Das Rettungspaket über 110 Milliarden Euro von EU und dem Internationalen Währungsfonds würde es dem Land jedoch auch erlauben, damit noch bis 2012 zu warten.

Chinas Regierungschef sicherte zudem die Einrichtung eines Hilfsfonds in Höhe von fünf Milliarden Dollar (umgerechnet gut 3,6 Milliarden Euro) für die griechische Handelsmarine zu. Damit sollen griechische Reedereien chinesische Schiffe kaufen können.

Chinas Regierungschef Wen Jiabao applaudiert zur Unterzeichnung mehrerer Wirtschaftsabkommen in Athen.
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Chinas Regierungschef Wen Jiabao applaudiert zur Unterzeichnung mehrerer Wirtschaftsabkommen in Athen.

Insgesamt unterzeichneten die beiden Staaten und Vertreter von Unternehmen elf Kooperationsabkommen in den Bereichen Schifffahrt, Handel, Kultur und Tourismus. Peking wolle seine Importe griechischer Produkte verdoppeln, teilte Wen mit. Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou nannte dies eine "sehr wichtige Vertrauensbekundung". Griechenland bemüht sich zurzeit um weitere Investitionen aus dem Ausland.

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