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Konjunkturaussichten Bundesbank halbiert Wachstumsprognose

Stand: 13.12.2019 10:32 Uhr

Im Juni hatte die Bundesbank fpr 2020 noch ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent vorausgesagt. Diese Prognose hat sie nun deutlich nach unten korrigiert. Doch 2021 soll es wieder aufwärts gehen.

Die Bundesbank beurteilt die Aussichten für das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr deutlich trüber als noch im Juni. Sie erwartet für 2020 nun nur noch einen kalenderbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,6 Prozent statt von 1,2 Prozent wie noch im Juni, teilte das Institut mit.

Die Konjunkturflaute werde auch im laufenden Winterhalbjahr anhalten. Die gesamtwirtschaftliche Leistung werde nur sehr verhalten wachsen. "Dass die deutsche Wirtschaft in eine Rezession abgleitet, ist aus heutiger Sicht aber nicht zu erwarten", hieß es von der Bundesbank". Allmählich werde die aktuelle Schwächephase überwunden. Für das laufende Jahr rechnet die Bundesbank nun mit einem Wachstum von 0,5 Prozent statt wie zuletzt noch prognostiziert von 0,6 Prozent.

Jens Weidmann | Bildquelle: REUTERS
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Bundesbank-Chef Weidmann: Vor allem die Exporte sorgen für bessere Wirtschaftsaussichten ab 2021.

2021 und 2022 geht es aufwärts

2021 soll es den Vorhersagen zufolge aber wieder deutlicher aufwärts gehen. Für 2021 wird eine Wachstumsrate von 1,4 Prozent erwartet, statt 1,3 Prozent wie noch im Juni geschätzt. 2022 sei ein Wachstum in ähnlicher Größenordnung möglich. "Maßgeblich für die besseren Wirtschaftsaussichten sind neben der merklich stützenden Finanzpolitik und der sehr expansiven Geldpolitik vor allem die Exporte", sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann

Es gebe allerdings nach wie vor Risiken. "Es bestehen weiterhin außenwirtschaftliche Gefahrenherde, die den Abschwung der Industrie verschärfen und verlängern können", erklärte Weidmann weite.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Dezember 2019 um 12:00 Uhr.

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