Logo der Bundesagentur für Arbeit vor der Zentrale in Nürnberg | Bildquelle: dpa

Bundesagentur für Arbeit Der Überschuss wächst und wächst

Stand: 30.12.2017 08:55 Uhr

Die Arbeitsmarktzahlen sind so gut wie seit Jahren nicht mehr - das schlägt sich auch in den Finanzen der Bundesagentur nieder. Ohnehin war sie zuletzt von einem satten Milliarden-Plus ausgegangen - jetzt kommen wohl noch Hunderte Millionen dazu.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet laut einem Medienbericht für dieses Jahr mit einem deutlich höheren Überschuss als bis noch vor kurzem. Für realistisch halte die Behörde nun ein Plus von 5,5 Milliarden Euro - noch im Oktober sei sie von 4,7 Milliarden Euro ausgegangen, berichtete der "Spiegel". Dies seien rund 800 Millionen Euro mehr im Vergleich zu den bisherigen Berechnungen in ihrer mittelfristigen Finanzeinschätzung.

Der florierende Arbeitsmarkt sorge dafür, dass die Einnahmen der Bundesagentur aus den Beiträgen viel höher seien als ihre Ausgaben. Zugleich wachse das Finanzpolster. Bei einem gleichbleibendem Beitragssatz von derzeit drei Prozent hatte die Bundesagentur bereits im Herbst einen Anstieg der Rücklagen von derzeit mehr als über 16 Milliarden Euro allein bis 2019 auf 24,3 Milliarden erwartet.

Angesichts der Milliarden-Überschüsse gibt es immer wieder die Forderung nach einer Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung. Im November hatte der Vize-Vorsitzende des BA-Verwaltungsrats, Peter Clever, nach Verabschiedung des BA-Haushaltes für 2018 gesagt, vertretbar sei eine Beitragssenkung um 0,3 Punkte im Jahr 2019.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. Dezember 2017 um 09:00 Uhr.

Darstellung: