Abfüllung von Budweiser-Bier

US-Konzern verliert langen Rechtsstreit Nur das tschechische "Budweiser" darf auch so heißen

Stand: 16.11.2012 11:20 Uhr

Der US-Bierkonzern Anheuser-Busch kann sich seine Marke "Budweiser" nicht in der EU schützen lassen. Im Streit mit der tschechischen Brauerei Budejovický Budvar, die ebenfalls "Budweiser" braut, hat der Bierproduzent eine endgültige Niederlage vor Gericht erlitten. Der Europäische Gerichtshof wies die Klage von Anheuser-Busch ab und bestätigte ein Urteil des EU-Gerichts erster Instanz von 2009.

Abfüllung von Budweiser-Bier

Tschechien hat die älteren Rechte: Abfüllung von Budweiser-Bier in Budweis (Archivbild vom Januar 2001).

Die Bezeichnung "Budweiser" bleibt somit in der EU dem Bier aus Tschechien in der grünen Flasche mit roter Schrift auf weißem Etikett vorbehalten. Nach Ansicht der Richter hat die tschechische Brauerei in Deutschland und Österreich das ältere Recht für die Bezeichnung "Budweiser". Budejovický Budvar habe vom europäischen Markenamt den Schutz für seine Marke erhalten und ihn nach seinem Auslaufen rechtmäßig verlängern lassen, urteilte das Gericht.

Anheuser-Busch und Budejovický Budvar streiten sich seit Jahren weltweit vor Gerichten um die Rechte an der Marke. Übersetzt bedeutet dieser Begriff "aus Budweis", einer böhmischen Stadt. In den USA wurde "Budweiser" 1878 als Warenzeichen eingetragen. In Südböhmen wird das Budweiser Bier bereits seit 1265 gebraut.

Budweiser-Schriftzug auf einem Brauereigebäude

Anheuser-Busch - hier eine Brauerei in St. Louis - kann den "Budweiser" in der EU nicht schützen lassen.

Aktenzeichen: C-214/09 P