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Nach Chip-Sicherheitslücke BSI warnt vor Betrugsmails

Stand: 12.01.2018 15:48 Uhr

Betrüger nutzen die Verunsicherung infolge der jüngsten Sicherheitslücken bei Prozessoren. Das BSI warnt vor Spam-Nachrichten, die Updates vorgaukeln, aber zu Schadsoftware führen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer kriminellen Spam-Welle, die sich die Verunsicherung durch die schweren Sicherheitsprobleme bei Computerprozessoren zunutze mache. Die Mails geben vor, vom BSI zu stammen. Empfänger würden darin aufgefordert, Sicherheits-Updates durchzuführen und dafür auf einen in der Mail enthaltenen Link zu klicken.

Der Link führe jedoch zu einer gefälschten Website, die nur Ähnlichkeit mit der Bürger-Website des BSI habe, teilte die Behörde mit. Der Download des angeblichen Updates führe zu einer Infektion mit Schadsoftware. Legitime Sicherheits-Updates für die Behebung der Sicherheitsprobleme "Spectre" und "Meltdown" werden von den jeweiligen Herstellern zur Verfügung gestellt, betonte das BSI.

Weltweit müssen für Smartphones, Computer und Server Updates wegen der Sicherheitslücken vorgenommen werden. Die Schwachstellen sind laut Experten die größte Gefahr seit Jahren. Das Problem wurde bereits im vergangenen Jahr entdeckt und am 3. Januar öffentlich gemacht. Seit Sommer arbeiten die Chipkonzerne daran, Lösungen zu finden, damit Hacker die Fehler nicht mehr ausnutzen können.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 12. Januar 2018 um 15:00 Uhr.

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