Brief mit einer 70 Cent Marke

Standardbrief wird erneut teurer Post will Briefporto auf 70 Cent erhöhen

Stand: 21.10.2015 12:35 Uhr

Briefschreiben wird ab 2016 erneut teurer: Die Post plant, das Porto für einen Standardbrief von derzeit 62 auf 70 Cent zu erhöhen. Bis 2018 soll der Preis dann stabil bleiben. Es ist die dritte Erhöhung in Folge. Die Zustimmung der Bundesnetzagentur gilt als sicher.

Die Verbraucher in Deutschland müssen sich auf deutlich höhere Preise für ihre Briefe im kommenden Jahr einstellen. Nachdem in den vergangenen Jahren das Porto bereits dreimal in Folge gestiegen war, will die Deutsche Post die Briefpreise abermals anheben. Das Porto für den Standardbrief mit einem Gewicht bis zu 20 Gramm soll von aktuell 62 Cent auf 70 Cent erhöht werden. Bis 2018 sollen die Portokosten dann stabil bleiben.

Die Bundesnetzagentur hatte kurz zuvor in einem Entscheidungsentwurf der Post einen erhöhten Spielraum bei der Preisgestaltung zugestanden. Über den Entwurf will die Behörde endgültig nach einer Anhörung Ende November entscheiden. Der Beschluss gilt aber als sicher. Erst danach werde die Post die geplante Portoerhöhung der Bundesnetzagentur zur Genehmigung vorlegen. Die Preismaßnahmen würden schon jetzt angekündigt, damit alle Kunden die Gelegenheit hätten, sich darauf einzustellen, hieß es weiter.

Porto-Entwicklung des Standardbriefes bei der Deutschen Post
JahrPorto
200256 Cent
200355 Cent
201358 Cent
201460 Cent
201562 Cent
201670 Cent (geplant)

Verluste im Briefgeschäft - Gewinn in der Paketsparte

Post-Chef Appel begründete die Erhöhung damit, dass der Konzern in der Briefzustellung genug Geld erwirtschaften müsse, um seine Leistungsfähigkeit in Deutschland zu erhalten. Die Post kämpft im Briefgeschäft seit Jahren mit der wachsenden Konkurrenz durch die E-Mail und mit Wettbewerbern. Dennoch ist in einer anderen Sparte der Gewinn für die Post gestiegen: Durch den wachsenden Online-Handel konnte der Konzern in der Paketsparte 2014 einen Umsatz von 15,7 Milliarden Euro einfahren. Der Gewinn lag bei knapp 1,3 Milliarden Euro.

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