Weihnachtsgeschäft 2020 | picture alliance / Jochen Tack

Was Deutsche ausgeben wollen Das Weihnachtsbudget im Corona-Jahr

Stand: 02.12.2020 15:51 Uhr

Während Frauen in diesem Jahr weniger für Weihnachtsgeschenke ausgeben wollen, sind Männer einer Studie zufolge deutlich spendabler. Die Wahl der Geschenke ist stark von der Pandemie beeinflusst.

Unterm Strich ändert sich im Corona-Jahr 2020 nichts am Weihnachtsbudget der Deutschen. Das durchschnittliche Geschenkbudget der erwachsenen Verbraucher liegt in diesem Jahr bei 281 Euro - und damit exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Damit summieren sich die geplanten Geschenkausgaben deutschlandweit in diesem Jahr auf 18,4 Milliarden Euro, rechnet die Unternehmensberatung EY in einer aktuellen Studie vor.

Interessant ist aber der Blick ins Detail: Demnach wollen Männer mit im Schnitt 291 Euro mehr Geld für Geschenke ausgeben als im Vorjahr (278 Euro). Frauen planen hingegen für Weihnachten dieses Jahr mit durchschnittlich 271 Euro - und damit mit einem niedrigeren Budget als in den Vorjahren. 2019 belief sich dieses noch auf 285 Euro.

Wie viel Geld geben Sie für Weihnachtsgeschenke aus?

Frauen sind in diesem Jahr bei Weihnachtsgeschenken sparsamer

36-bis 45-Jährige besonders spendabel

Auch beim Blick auf die Altersgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede: So präsentieren sich in diesem Jahr die 36- bis 45-Jährigen mit einem Weihnachtsbudget von durchschnittlich 335 Euro besonders spendabel. Das ist ein Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch die Altersgruppe Ü-65 plant mit einem höheren Weihnachtsbudget als vor einem Jahr. Alle anderen Altersgruppen wollen hingegen weniger Geld als ausgeben als 2019.

Ausgaben für Weihnachtsgeschenke

Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen

Online-Handel auf dem Vormarsch

Wenig verwunderlich: Die Pandemie führt auch zu deutlichen Verschiebungen bei den Shopping-Kanälen. So ist der Anteil der Bundesbürger, die bevorzugt beim stationären Einzelhandel einkaufen wollen, von 54 auf 42 Prozent gesunken. Im Gegenzug wollen 28 Prozent bevorzugt online bestellen. 2019 waren es nur 17 Prozent.

"Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen wächst beim stationären Einzelhandel zu Recht die Befürchtung, dass immer mehr Geld online ausgegeben wird - und dass sich die Konsumenten auch nach dem Abklingen der Pandemie verstärkt für den Einkauf per Smartphone, Tablet oder Computer entscheiden werden", betont Ev Bangemann, Leiterin des Bereiches Konsumgüter und Handel bei EY.

Bücher statt Konzerttickets

Die Corona-Pandemie hat auch bei der Art der bevorzugten Geschenke deutliche Spuren hinterlassen. Events, Veranstaltungsbesuche und Reisen sind in der Gunst der Weihnachtseinkäufer merklich gesunken - in der Summe fallen hier die geplanten Ausgaben von 30 auf 13 Euro. Dagegen wollen die Deutschen für Spielwaren, Bücher, Kleidung und Schmuck jeweils mehr als 20 Prozent mehr ausgeben.

Buchmesse Bücher | Quelle: colourbox

Bücher dürften dieses Jahr unter vielen Weihnachtsbäumen liegen Bild: Quelle: colourbox

Unterdessen bleiben Geschenkgutscheine auch in diesem besonderen Jahr bei den Verbrauchern in Deutschland beliebt: Mit durchschnittlich 58 Euro geben sie hierfür fast genauso viel aus wie für Spielwaren (36 Euro) und Bücher (26 Euro) zusammen.

ag