New York Times

"New York Times" Fünf-Millionen-Marke bei Abos geknackt

Stand: 07.02.2020 15:12 Uhr

Die turbulente Nachrichtenlage in den USA, besonders das Impeachment-Verfahren gegen Präsident Trump, hat Zeitungen wie der "New York Times" neuen Schwung verliehen. Sehr zur Freude der Aktionäre.

An der New Yorker Börse sprangen die Papiere der "New York Times" am Donnerstag um 12,7 Prozent oder 4,35 Dollar auf den höchsten Stand seit 15 Jahren: 38,55 Dollar. Dabei befindet sich die Aktie bereits seit Jahren auf Höhenflug, ihr Wert hat sich seit Ende 2016 verdreifacht.

Zuvor hatte das Blatt seine neuesten Zahlen veröffentlicht. Und die hatten es in sich., konnte die renommierte Zeitung doch erneut von ihrer Rolle als führendes Oppositionsmedium in den USA profitieren.

Mehr als fünf Millionen Abonnenten

Besonders das Impeachment-Verfahren und der Vorwahlkampf in den USA haben der Zeitung eigenen Angaben zufolge einen deutlichen Kundenzuwachs beschert. Insgesamt habe das Blatt bis Ende 2019 die Zahl von fünf Millionen Abonnenten übersprungen, teilte die "New York Times" in ihrem Bericht zum letzten Quartal 2019 mit. Dazu gehörten sowohl Print- als auch Online-Nachrichten-Kunden, wobei Letztere knapp 3,5 Millionen ausmachten.

Vor allem die turbulente Nachrichtenlage der letzten Monate habe dem Digitalangebot neuen Schwung gegeben: Die Zahl der Nachrichten-Kunden wuchs in den letzten drei Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahr demnach um 30 Prozent.

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Rasantes Wachstum

Im gesamten vergangenen Jahr seien mehr als eine Million Kunden dazugekommen - nach eigenen Angaben der höchste jährliche Anstieg in der Geschichte der renommierten Zeitung. Zudem gebe es knapp eine Million Nutzer, die für Kochrezepte und Kreuzworträtsel zahlten. Das Ziel der "New York Times" sind zehn Millionen Abonnenten für Print und Online bis 2025.

"Feind des Volkes"

Die Zeitung hat Trumps Präsidentschaft von Beginn an äußerst kritisch begleitet. Der schlug zurück und bezeichnete die "NYT" als "einen wahren Feind des Volkes". Sie verbreite nichts als schlechte Geschichten über positive Entwicklungen und sein ein Blatt voller Fake News. "Ich werde es nicht zulassen, dass unser Land von Trump-Hassern in der sterbenden Zeitungsbranche ausverkauft wird", donnerte Trump.

Im Oktober letzten Jahres hatte Trump angeordnet, dass die US-Bundesbehörden die "NYT" und die ebenfalls kritische "Washington Post" künftig nicht mehr beziehen. Die Abonnements über alle Bundesbehörden hinweg nicht zu erneuern, werde eine erhebliche Kostenersparnis für Steuerzahler bedeuten - Hunderttausende Dollar, so Trumps Sprecherin. Geschadet hat die Entscheidung, so sie denn umgesetzt wurde, der "NYT" nicht.

lg

Quelle: boerse.ard.de
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