Mitarbeiter von MAN Truck & Bus arbeiten an einer Produktionsstraße an einem LKW | Bildquelle: dpa

Geschäftsklima Ifo-Index - stabil trotz Unsicherheiten

Stand: 24.09.2018 10:33 Uhr

Die Stimmung unter den Führungskräften der deutschen Wirtschaft hat sich im September weniger stark eingetrübt als erwartet. Auch wenn die Unsicherheit durch Handelskonflikte steigt, bleibt der Ifo-Index stabil.

Der Geschäftsklima-Index fiel zwar von 103,9 auf 103,7 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9.000 Managern mitteilte. Ökonomen hatten aber mit einem deutlicheren Rückgang gerechnet - auf 103,2 Zähler. "Die deutsche Wirtschaft zeigt sich stabil, auch wenn die Unsicherheit steigt", kommentiert Ifo-Präsident Clemens Fuest die neuesten Umfrageergebnisse. Die Unternehmensumfrage gilt als das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft.

Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts
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Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts, hatte einen deutlicheren Rückgang erwartet.

Bei der Beurteilung der Geschäftslage erweisen sich die Unternehmen ebenfalls deutlich optimistischer als die meisten Ökonomen. Während Letztere einen Rückgang auf 100,5 erwartet hatten, beurteilen die Manager mit 106,4 Punkten. Allerdings sind die Aussichten für die kommenden sechs Monate doch weiter gesunken auf 101,0 Punkte, nach 101,2 Punkten im August. Auch hier hatten Ökonomen einen deutlicheren Rückgang erwartet.

Politische Themen machen sich kaum bemerkbar

Das Ifo-Institut hatte zuletzt angesichts des starken Konsums und der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft leicht angehoben. Für dieses und nächstes Jahr wird jeweils ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,9 Prozent erwartet. 2020 soll es zu 1,7 Prozent reichen.

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"Politische Themen wie Handelskonflikt, 'Brexit' und Italien scheinen sich kaum negativ bemerkbar zu machen. Dennoch dürfte das Wachstum in diesem Jahr unter dem von 2017 liegen und für die Europäische Zentralbank gibt es keinen Grund, von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik schneller abzurücken als geplant", schreibt Helaba-Experte Ulrich Wortberg. Der Dax hat seine Verluste nach den frischen Konjunkturzahlen leicht verringert. Der Euro steigt auf ein neues Tageshoch von 1,1767 Dollar.

Quelle: boerse.ard.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. September 2018 um 12:00 Uhr.

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