Eon-Konzernzentrale in Essen | picture alliance / dpa

Deutlich mehr Umsatz Eon blickt positiv nach vorn

Stand: 11.11.2020 08:29 Uhr

Eon kommt gut durch die Corona-Krise. Der Energiekonzern hat seine Prognose für das laufende Jahr bestätigt.

In den ersten neun Monaten erhöhte sich der Umsatz um 19,9 auf 43,3 Milliarden Euro. Grund war die Einbeziehung des inzwischen vollständigen übernommenen Konkurrenten Innogy. "Gegenläufig wirkte die Übertragung wesentlicher Teile des Geschäfts mit Erneuerbaren Energien auf RWE", teilte Eon mit.

"Seit dem ersten Januar 2020 werden die innogy-Aktivitäten nicht mehr als eigenständiges Segment gesteuert und dargestellt, sondern in die Geschäftsfelder Energienetze, Kundenlösungen und Konzernleitung/Sonstiges integriert. Die innogy-Netzgeschäfte wurden dem Bereich Energienetze zugeordnet. Der Vertrieb von Strom und Gas sowie neuer Kundenlösungen bei innogy, beispielsweise Dienstleistungen rund um Elektromobilität, werden unter Kundenlösungen ausgewiesen", teilte Eon mit.

Das operative Geschäft habe sich in den ersten neun Monaten sehr robust entwickelt, hieß es weiter. Erwartungsgemäß sei das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in den ersten neun Monaten um rund 300 Millionen Euro auf 2,7 Milliarden Euro gesunken. Der bereinigte Konzernüberschuss ging auf 1,1 Milliarden Euro von 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr zurück. Die Vorjahreszahlen wurden nach dem Tauschgeschäft mit RWE und der damit verbundenen Aufteilung von Innogy angepasst.

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Die Märkte erholten sich schneller als gedacht, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Essen mit. Die aktuellen selektiven Lockdown-Maßnahmen werden aus Sicht des Konzerns keinen maßgeblichen Einfluss auf die Jahresergebnisse haben.

Eon geht für das Geschäftsjahr 2020 weiterhin von einem bereinigten Ebit in der Bandbreite von 3,6 bis 3,8 Milliarden Euro und einem bereinigten Konzernüberschuss von 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro aus.

Analysten zufrieden

Das amerikanische Analysehaus Bernstein Research beließ die Einstufung für die Aktie nach den Zahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 12,90 Euro. Die Ergebnisse des Versorgers seien wie erwartet ausgefallen, schrieb Analystin Deepa Venkateswaran in einer Schnelleinschätzung. Die Nettoverschuldung sei gefallen und der Ausblick auf das Gesamtjahr bestätigt worden.

ME/dpa