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Neuwagenmarkt knickt insgesamt ein Elektroautos boomen in Deutschland

Stand: 04.11.2020 14:48 Uhr

Der Neuwagenmarkt leidet weiter unter der Corona-Krise. Angst vor einer konjunkturellen Talfahrt und Arbeitslosigkeit hält sich manchen Käufer von einer Neuanschaffung ab. Der Anteil von E-Autos steigt aber kräftig.

Im Herbst 2020 hat immerhin jedes sechste neu verkaufte Fahrzeug einen Elektroantrieb. Im Oktober wurden nach einer Studie der Beratungsgesellschaft EY rund 48.000 Neuwagen mit Hybrid- oder rein elektrischem Antrieb verkauft, so viele wie nie zuvor in einem Monat.

17,5 Prozent mit E-Motor

Vor allem die "Innovationsprämie" in Deutschland, mit der die Förderung von 3.000 auf 6.000 Euro steigt, sorgte dafür. Der Absatz von reinen Elektrofahrzeugen steigerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 365 Prozent, bei Plug-in-Hybriden lag das Plus bei 258 Prozent. Der gemeinsame Marktanteil bei Neuwagenverkäufen stieg für die beiden E-Gattungen damit von 4,2 auf 17,5 Prozent.

Deutlich trister sieht allerdings die Gesamtbilanz beim Autoabsatz in Deutschland und Euro aus, und auch die Perspektiven sind noch nicht allzu rosig. Die Neuwagenverkäufe gingen um 3,6 Prozent zurück, nachdem es im September noch einen Zuwachs von acht Prozent gab. Sorgen machen dabei vor allem die gewerblichen Verkäufe, offenbar in Erwartung konjunktureller Einbrüche. Privatleute machten offenbar noch das ein oder andere Schnäppchen am Neuwagenmarkt, der angesichts der Corona-Flaute unter Preisdruck steht.

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Branche vor "düsterem Winter"

Peter Fuß, Partner bei EY, geht nun von einem "noch deutlich schlechteren" Monat November aus. Die Verunsicherung angesichts der zweiten Corona-Welle sei deutlich zu spüren und werde die Investitionsbereitschaft von Unternehmen, aber auch die Konsumneigung bei Privatleuten dämpfen.

Auch in anderen wichtigen europäischen Absatzmärkten macht sich die Corona-Krise deutlich bemerkbar. In Spanien etwa brachen die Neuzulassungen um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ein, in Frankreich sanken sie um 9,5 Prozent. Österreich verzeichnete einen Rückgang um 3,1 Prozent, Italien um 0,3 Prozent. "Vorübergehend schien es, als sei die Talsohle durchschritten, aber spätestens seit den massiven Lockdown-Maßnahmen ist klar, dass die Branche sich auf einen düsteren Winter einstellen muss", so Fuß.

AB