Super E10

Aktie im Höhenflug Cropenergies auf der grünen Welle

Stand: 07.10.2020 10:02 Uhr

Die Bundesregierung will den Klimaschutz im Straßenverkehr vorantreiben und alterative Kraftstoffe fördern. Davon profitieren die deutschen Ethanolhersteller wie Cropenergies.

Wer an der Zapfsäule einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten will, der kann Super E10 tanken. Bald könnte es höherprozentige Ethanolgemische an Tankstellen geben. Wegen der schärferen Emissionsvorgaben für die Autoindustrie dürfte der Einsatz alternativer Kraftstoffe in naher Zukunft an Bedeutung gewinnen.

CO2-Steuer gilt nicht für alternative Kraftstoffe

Die Bundesregierung hat Ende Mai eine CO2-Steuer beschlossen. Dadurch werden ab 2021 die Preise für Super und Diesel um mehrere Cent je Liter steigen. Das soll den Umstieg zu emissionsarmen alternativen Kraftstoffen fördern, die von der CO2-Steuer verschont bleiben.

Als großer Profiteur des möglichen neuen Biospritbooms gilt Cropenergies. Die Südzucker-Tochter ist in Europa führender Ethanolhersteller. Cropenergies spürt eine steigende Ethanolnachfrage. Im zweiten Quartal erhöhte sich der Gewinn um über zehn Millionen Euro auf 31,54 Millionen Euro.

Weitere Kursinformationen zu CropEnergies

Neues Rekordergebnis in Sicht

Für das Gesamtjahr 2020/21 rechnet das Unternehmen mit einem operativen Ergebnis von 110 bis 140 Millionen Euro. Das wäre mehr als im Rekordjahr 2019/20, in dem das Ergebnis auf 104 Millionen Euro verdreifacht wurde. Der Umsatz soll zwischen 850 und 900 Millionen Euro liegen. Vor kurzem hatte Cropenergies die Jahresprognose angehoben. Im April war die Südzucker-Tochter noch von einem schwächeren Jahr ausgegangen.

Im Aktienkurs von Cropenergies spiegeln sich die guten Zukunftsperspektiven wider. Auf Einjahres-Sicht hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Alleine in diesem Jahr haben die Aktien rund 40 Prozent zugelegt. Mit 16,26 Euro wurde jüngst ein Allzeithoch erreicht. Am Mittwoch nach den endgültigen Zahlen stiegen die Titel um 0,5 Prozent.

Die Bioethanolhersteller wurden schon in der Vergangenheit hochgelobt, konnten aber dann die Erwartungen nicht erfüllen. Sie bleiben höchst anfällig für politische Entwicklungen.

nb