Goldbarren

Ausstehende Zahlungen Deutsche Bank pfändet Venezuelas Gold

Stand: 06.06.2019 11:54 Uhr

Die politische Krise in Venezuela bekommt nun auch die Deutsche Bank zu spüren: Das Maduro-Regime hat die fälligen Zinsen für einen Kredit nicht gezahlt. Nun greift die Deutsche Bank auf die hinterlegte Sicherheit zu: 20 Tonnen Gold. Ein Fall mit komplizierter politischer Komponente.

Venezuela geht das Geld aus. Das südamerikanische Land ist quasi pleite. Um an Geld zu gelangen, muss das korrupte Maduro-Regime seine Goldreserven auflösen. Gut 40 Prozent des Goldschatzes wurden schon aufgebraucht.

Vertrag vorzeitig gekündigt

Geht es so weiter, könnte bald nichts mehr übrig sein. Zumal jetzt auch Banken Gold pfänden, weil die Regierung in Caracas ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt. Nach der Citibank im März tut das nun auch die Deutsche Bank. Das Geldinstitut hatte 2016 dem Maduro-Regime einen Kredit in Höhe von 750 Millionen Dollar gegeben. Das Geschäft sollte bis 2021 laufen, doch weil Venezuela seine fälligen Zinszahlungen nicht geleistet hat, kündigt die Deutsche Bank den Vertrag.

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Sie erhält somit Zugriff auf das als Sicherheit hinterlegte Gold Venezuelas, das bei der Bank of England lagert. Es handelt sich um 20 Tonnen Gold, was beim aktuellen Preis in etwa 860 Millionen Dollar entspricht.

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An wen soll der Differenzbetrag gezahlt werden?

Das Problem: Seit dem Abschluss des Vertrags ist der Goldpreis gestiegen. Venezuela hat somit Anspruch auf die Differenz des Betrags. Für die Deutsche Bank stellt sich nun die Frage, an wen sie das Geld zahlt – an den Noch-Präsidenten Nicolas Maduro oder an den Oppositionsführer Juan Guaido, der sich zum Übergangspräsidenten erklärt hat.

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"Wir stehen in Kontakt mit der Deutschen Bank, um über die Bedingungen zu verhandeln", sagte Ignacio Hernandez, der in den USA lebende "Justizminister" von Guaido, gegenüber Bloomberg. Seiner Ansicht nach werde es die Deutsche Bank kaum riskieren, das Geld dem Maduro-Regime zu geben. Aufgrund der Sanktionen gegen Venezuela könnten die USA einen solchen Schritt als Verstoß werten und Klage gegen das deutsche Geldinstitut erheben. Wieder einmal gerät die Deutsche Bank in den Strudel geopolitischer Turbulenzen…

nb

Quelle: boerse.ard.de
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