Deutsche Bank

Deutsche Bank Milliarden-Boni, Millionen-Abfindung

Stand: 22.03.2019 12:19 Uhr

Die Deutsche Bank zahlt für das zurückliegende Geschäftsjahr 1,9 Milliarden Euro an Boni aus. Vor allem der Vorstand hat seine Einkünfte deutlich gesteigert.

Die größte Deutsche Bank schüttet für das vergangene Geschäftsjahr an ihre knapp 92.000 Mitarbeiter insgesamt 1,9 Milliarden Euro an Boni aus. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des größten deutschen Geldhauses hervor. Für 2017 hatte die Belegschaft, die damals allerdings noch größer war, 2,3 Milliarden Euro bekommen. Die Zahl der Einkommensmillionäre bei der Deutschen Bank sank 2018 auf 643 von 705 im Jahr zuvor.

Vorstandschef Christian Sewing selbst bekam 2018 ein Gesamtgehalt von sieben Millionen Euro - das erhöhte Einkommen als Vorstandsvorsitzender jedoch nur für neun Monate.

Sewings Vorgänger John Cryan behielt eine Abfindung von knapp 8,7 Millionen Euro. Dazu kommen eine vertraglich festgelegte Entschädigung für ein Verbot in einem bestimmten Zeitraum zu einem Wettbewerber zu gehen in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Zudem bekam er eine Vergütung für seine Zeit an der Konzernspitze bis zum 8. April in Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro.

Die Vergütung für den Vorstand liegt zusammen 55,7 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte das Einkommen der Top-Manager noch bei 29,8 Millionen Euro gelegen, auch weil diese keine Boni erhalten hatten.

Die steigenden Einkünfte des Vorstands geht mit einer deutlichen Verbesserung der Geschäftsergebnisse einher. Im vergangenen Jahr verdiente der Konzern unter dem Strich 341 Millionen Euro, nach einem Vorjahresverlust von 735 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Fusion im Blick

Neben dem Geschäftsbericht bleibt auch das Thema Fusion mit der Commerzbank auf der Tagesordnung. Laut der "Bild"-Zeitung könnten die mögliche Transaktion bedeuten, dass rund 500 Filialen geschlossen werden müssen. Im Falle einer Fusion würden die Kosten deutlich gesenkt, weil beide Institute rund jede dritte Filiale einsparen könnten, zitierte die Zeitung Insider beider Banken. Die Commerzbank hat derzeit über 1.000 Filialen und die Deutsche Bank rund 530.

Weniger Zwischenberichte

Die Deutsche Bank will in Zukunft für das erste und dritte Quartal keine Zwischenberichte mehr veröffentlichen. Stattdessen soll es eine Ergebnisübersicht geben.

ME

Quelle: boerse.ard.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. März 2019 um 11:40 Uhr und 15:40 Uhr in der Wirtschaft.

Darstellung: