Jeff Bezos (Archivbild) | Bildquelle: dpa

Aktienpaket verkauft Amazon-Chef Bezos macht Kasse

Stand: 05.11.2020 10:02 Uhr

Der Amazon-Konzern gilt als großer Gewinner in der Corona-Pandemie. Seit Jahresanfang hat der Aktienkurs rund 70 Prozent zugelegt. Das nutzt Amazon-Boss Jeff Bezos, um Aktien zu verkaufen und Milliarden einzustreichen.

Braucht der reichste Mann der Welt Geld? In diesem Jahr hatte Bezos bereits Amazon-Aktien im Wert von über 10,2 Milliarden Dollar abgestoßen. Das geht aus Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC hervor.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass der Amazon-Chef erneut Aktien verkauft hat – im Wert von mehr als drei Milliarden Dollar. Was er mit den Milliarden vorhat, verriet Bezos nicht.

Der reichste Mensch der Welt

Mit einem geschätzten Vermögen von rund 190 Milliarden Dollar ist Bezos laut "Forbes" und "Bloomberg Billionaires" der reichste Mensch der Welt – mit weitem Abstand vor Microsoft-Gründer Bill Gates und Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Andere Medien wie die "Bild"-Zeitung berichten, dass Bezos bereits über 200 Milliarden Dollar auf der hohen Kante liegen haben soll. Amazon hatte zuletzt einen Börsenwert von 1,6 Billionen Dollar.

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Die Scheidung von seiner Frau MacKenzie Scott hat Bezos finanziell locker weggesteckt. Scott hatte vier Prozent der Amazon-Aktien bekommen. Das Aktienpaket ist inzwischen gut 70 Milliarden Dollar wert. Damit ist sie die reichste Frau der Welt.

Vermögen in der Corona-Krise noch gewachsen

In der Corona-Krise ist das Vermögen von Bezos, Gates, Zuckerberg & Co noch weiter gestiegen. Alleine das Vermögen von Amazon-Chef Bezos vermehrte sich um gut 36 Milliarden Dollar. Das Gesamtvermögen der amerikanischen Milliardäre hat sich seit Ausbruch der Pandemie in den Vereinigten Staaten um mehr als 19 Prozent oder eine halbe Billion Dollar erhöht, ergab eine im Juni vom Institute for Policy Studies (IPS) veröffentlichte Studie.

Hilfsorganisationen fordern, dass Milliardäre wie Bezos einen Teil ihres Geldes vermehrt spenden sollen. Bezos solle im Kampf gegen den Hunger helfen, sagte der Chef des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen, David Beasley. "Ich bin nicht dagegen, dass Menschen Geld verdienen", sagte er. "Aber die Menschheit steht vor der größten Krise, die wir je in unserem Leben gesehen haben." Es sei an der Zeit, dass diejenigen, die am meisten haben, vortreten und denen helfen, die in dieser außergewöhnlichen Zeit der Weltgeschichte am wenigsten haben", forderte Beasley.

nb

Quelle: boerse.ard.de
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