Mann tippt auf einer Tastatur. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Bitkom-Untersuchung Rekordschäden durch Attacken auf Konzerne

Stand: 06.11.2019 12:28 Uhr

Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage: Attacken auf deutsche Unternehmen verursachen jährlich einen Schaden von mehr als 100 Milliarden Euro. Der Digitalverband Bitkom spricht von einer dramatischen Zunahme.

Kriminelle Attacken auf Unternehmen in Deutschland verursachen nach einer Untersuchung des Digitalverbands Bitkom Schäden in Milliardenhöhe. Durch Sabotage, Spionage oder Datendiebstahl entsteht der deutschen Wirtschaft jährlich ein Gesamtschaden in Höhe von 100 Milliarden Euro. Damit ist der Verlust durch analoge und digitale Angriffe fast doppelt so hoch wie vor zwei Jahren, als der IT-Branchenverband noch von 55 Milliarden Euro im Jahr ausging.

Deutsche Unternehmen verliehren jährlich Milliardensummen durch Cyberangriffe
tagesschau 20:00 Uhr, 06.11.2019, André Kartschall, RBB

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Drei Viertel der Konzerne betroffen

"Umfang und Qualität der Angriffe auf Unternehmen haben dramatisch zugenommen", erklärte Bitkom-Präsident Achim Berg. Für die Studie wurden mehr als 1000 Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche quer durch alle Branchen befragt.

Drei Viertel der Unternehmen waren demnach in den vergangenen beiden Jahren von Angriffen betroffen, weitere 13 Prozent vermuten dies. In den Jahren 2016/2017 wurde nur jedes zweite Unternehmen Opfer.

Diese Attacken haben nach Einschätzung der Betroffenen auch häufiger einen Schaden verursacht als zuvor. Bei rund jedem fünften Betrieb sind demnach sensible digitale Daten und Informationen entwendet worden, 17 Prozent berichten von digitaler Sabotage.

Ein Passwort wird auf einem Laptop über eine Tastatur eingegeben | Bildquelle: dpa
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Attacken auf Unternehmen sind nicht nur digital. Auch Geräte werden gestohlen oder Mitarbeiter ausspioniert.

Auch Geräte, Dokumente und Maschinen gestohlen

Aber auch in der analogen Welt gibt es weiterhin Übergriffe: Bei einem Drittel der Unternehmen wurden IT- oder Telekommunikationsgeräte gestohlen. Fast jedem Sechsten wurden physische Dokumente, Unterlagen, Muster, Maschinen, Bauteile oder ähnliches entwendet. Eine wichtige Rolle spielt auch das sogenannte Social Engineering: Dabei werden Mitarbeiter von Spitzeln manipuliert und getäuscht, um in den Besitz sensibler Daten zu gelangen. Ein Fünftel der Unternehmen hat einen solchen Angriff erlebt.

Ex-Mitarbeiter oder Konkurrenz

Aber wer könnten die Täter sein? Ein Drittel der Betroffenen sagt, dass sie von früheren Mitarbeitern geschädigt wurden. Vier von zehn Befragten führen Angriffe auf Einzeltäter oder Hobby-Hacker zurück. Bei einem Fünftel geht die Spur zur organisierten Kriminalität oder zur Konkurrenz. Bei 12 Prozent sollen Attacken von ausländischen Nachrichtendiensten stammen.

Die meisten verorten den Ursprung der Angriffe in Osteuropa und China, auch Russland wird genannt, dicht gefolgt von den USA. Für vier von zehn Betroffenen kamen die Attacken aus Deutschland.

Laut Bitkom fordern praktisch alle Unternehmen, dass die Zusammenarbeit mit Staat und Behörden verstärkt werden sollte. Der Informationsaustausch müsse verbessert werden.

Über dieses Thema berichtete am 06. November 2019 NDR Info um 14:15 Uhr in den Nachrichten und die tagesschau um 16:00 Uhr.

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