Preistafel an einer Tankstelle  | picture alliance/dpa/dpa-Zentral

Neues Rekordhoch Spritpreise steigen etwas langsamer

Stand: 11.03.2022 13:24 Uhr

Die Preise für Benzin und Diesel klettern abermals auf ein Rekordhoch. Der Anstieg hat sich aber deutlich verlangsamt. Zuletzt war auch der Ölpreis wieder etwas zurückgegangen.

Die Spritpreise in Deutschland haben ein weiteres Allzeithoch erreicht. Superbenzin der Sorte E10 verteuerte sich binnen eines Tages um 2,8 Cent, wie der ADAC mitteilte. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete der Kraftstoff gestern im Schnitt 2,20 Euro pro Liter. Bei Diesel betrug der Anstieg 5,3 Cent auf 2,32 Euro pro Liter. Damit hat sich die Differenz zwischen inzwischen günstigerem Benzin- und dem teureren Dieselkraftstoff abermals ausgeweitet.

In der Regel ist Benzin teurer als Diesel, denn die Energiesteuer auf Benzin beträgt 65,45 Cent pro Liter. Bei Diesel beträgt sie 47,04 Cent, also eine Differenz von 18 Cent zugunsten des Diesels. Trotzdem kostet Diesel derzeit mehr. Marktbeobachter begründen diese ungewöhnliche Preisentwicklung unter anderem mit der hohen Nachfrage nach Heizöl, das von seinen energetischen Eigenschaften vergleichbar mit Diesel ist.

Einstellige statt zweistellige Verteuerung

Im Vergleich zu den extremen Preissprüngen der vergangenen Tagen, die teils zweistellige Centbeträge umfassten, bedeutet das aktuelle Plus aber eine leichte Beruhigung. Seit Beginn des Ukraine-Krieges vor gut zwei Wochen haben die Spritpreise trotzdem extrem zugelegt. Diesel hat sich seither um fast 66 Cent pro Liter verteuert, E10 um gut 45 Cent.

Auch bei den Ölpreisen hat die Dynamik zuletzt deutlich nachgelassen. Nachdem der Preis für die Nordsee-Sorte Brent Anfang der Woche auf 139,13 Dollar je Barrel (159 Liter) geklettert war und damit in der Nähe des Rekordniveaus von fast 150 Dollar aus dem Sommer 2008 gelegen hatte, gab die Notierung inzwischen in den Bereich zwischen 110 und 115 Dollar nach.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 11. März 2022 um 13:20 Uhr.