Tarifforderung vorgestellt Chemie-Gewerkschaft will sieben Prozent mehr Lohn

Stand: 11.02.2011 15:43 Uhr

Labor-Angestellte
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Die Werte von entschwefeltem Heizöl prüft eine Laborantin in der Total Raffinerie Leuna in Spergau.

Die Gewerkschaft IG BCE geht mit einer Forderung von sieben Prozent mehr Lohn in die Tarifrunde 2011. Der Tarifvertrag solle eine Laufzeit von zwölf Monaten haben, teilte die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) mit.

Die Forderung spiegele die hohe Erwartung der Gewerkschaftsmitglieder an die Verhandlungen wider, sagte IG-BCE-Tarifexperte Peter Hausmann. "Die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten stimmen, die chemische Industrie brummt", betonte er. In der Wirtschaftskrise hätten die Arbeitnehmer erhebliche Einschnitte hingenommen. Jetzt sei der Aufschwung da. "Daran wollen wir jetzt teilhaben. Das entspricht dem Gebot von Fairness und Gerechtigkeit", fügte Hausmann hinzu.

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Der IG-BCE-Hauptvorstand hatte im Dezember für die chemische Industrie eine Forderung zwischen sechs und sieben Prozent empfohlen. In den bundesweit neun Tarifbezirken habe man nach intensiver Debatte über die Vorstandsempfehlung identische Beschlüsse gefasst und sich für sieben Prozent mehr ausgesprochen, berichtete Hausmann.

Der Flächentarifvertrag gilt nach Angaben der Gewerkschaft für rund 550.000 Beschäftigte in 1900 Betrieben. Die Tarifverhandlungen beginnen am 16. Februar im Tarifbezirk Nordrhein.

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