Luftaufnahme einer berliner Baustelle | Bildquelle: dpa

Bilanz 2018 Am Bau boomt es weiter

Stand: 17.12.2018 14:00 Uhr

Die Auftragsbücher der Bauunternehmen sind voll. Ungefähr 300.000 Wohnungen werden in diesem Jahr gebaut, 2019 dann nochmal 15.000 mehr. Aber es reicht nicht - und die Preise steigen.

Die Nachfrage nach neuen Häusern und Wohnungen in Deutschland ist ungebrochen groß. Nachdem im vergangenen Jahr noch etwa 285.000 Wohnungen fertiggestellt wurden, werden es in diesem Jahr ungefähr 300.000 sein.

Nach Angaben des Baugewerbes floriert vor allem der Geschosswohnungsbau. Der Eigenheimbau stagniere hingegen. Das teilten die Präsidenten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Peter Hübner, und des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Reinhard Quast, bei ihrer Bilanzpressekonferenz mit. 2019 steigt die Zahl der Neubauten demnach auf 315.000 bis 320.000.

Baumboom: Volle Auftragsbücher und höhere Kosten
tagesschau 15:00 Uhr, 17.12.2018, Robert Holm, RBB

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Gleichzeitig kritisierten Hübner und Quast, dass es im Kampf gegen steigende Mieten und Wohnungspreise nicht genug Neubau gegeben habe. Deshalb forderten sie weitere steuerliche Erleichterungen und mehr günstiges Bauland.

CDU, CSU und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart, in dieser Legislaturperiode etwa 1,5 Millionen neue Wohnungen zu schaffen. Pro Jahr gerechnet entspräche das einem Durchschnitt von 375.000 Wohnungen.

Es wird teurer

Für den Kunden steigt mit der Nachfrage auch der Preis. Nach einem Plus von 3,6 Prozent 2017 kostete Bauen in diesem Jahr weitere 4,5 Prozent mehr, wie Hübner sagte.

Er wies aber Vermutungen zurück, Bauunternehmen nutzten die hohe Nachfrage aus, um ihre Gewinne zu maximieren. Baustoffe wie etwa Betonstahl und Bitumen für Straßen seien deutlich teurer geworden, sagte Hübner. "Man braucht nicht zu glauben, dass die steigenden Preise direkt die Margen der Bauunternehmen bedienen."

Autobahn Baustelle | Bildquelle: dpa
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Die öffentliche Hand investiert mehr in Infrastruktur wie Autonbahnen - auch das lässt die Preise steigen.

Bauarbeiter gesucht

Denn nicht nur der Wohnungsbau, sondern auch Bauvorhaben der öffentlichen Hand florieren. Bund und Länder investieren nach Branchenangaben wieder stärker in neue Gebäude, Straßen und Bahnschienen.

In einigen Orten sei es inzwischen schwierig, ein Unternehmen für Baumaßnahmen zu finden, räumte Hübner ein. Firmen wählten auch stärker aus, für welche Ausschreibungen sie Angebote abgeben.

Gute Entwicklung auch im Wirtschaftsbau

Ungeachtet der Konjunkturabkühlung soll auch der Wirtschaftsbau - also von Fabriken bis Bürogebäuden - auf hohem Niveau weiter wachsen.

"Zwar sind die Wachstumserwartungen für die deutsche Wirtschaft nach unten revidiert worden", hieß es. Betroffen wäre die Baubranche aber erst dann, wenn die Industrieunternehmen aufgrund verschlechterter Absatzerwartungen im Ausland ihre Investitionen zuhause zurückfahren würden. Davon sei aber in den aktuellen Investitionsumfragen nichts zu sehen.

Die hohe Nachfrage wirkt sich positiv auf die Beschäftigtenzahlen aus. Im Jahresdurchschnitt 2018 arbeiteten etwa 832.000 Menschen in der Branche, das sind 20.000 Menschen beziehungsweise 2,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. 2019 soll die Zahl der Beschäftigten nochmal um etwa zwei Prozent wachsen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. Dezember 2018 um 12:00 Uhr.

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