Ein Tankbehälter mit der Aufschrift BASF steht in Ludwigshafen auf dem Werksgelände des Chemiekonzerns BASF.

Umbau des Chemiekonzerns BASF streicht 6000 Jobs

Stand: 27.06.2019 16:01 Uhr

BASF will sparen, um wieder profitabler zu werden. Ein Baustein dabei sind Stellenstreichungen. Weltweit sollen 6000 Jobs gestrichen werden, ein großer Teil davon am Firmensitz in Ludwigshafen.

Der Chemiekonzern BASF will weltweit rund 6000 Stellen abbauen. Die Jobs sollen im Zuge eines Konzernumbaus bis Ende 2021 wegfallen, teilte das Unternehmen mit. Jährlich sollen damit 300 Millionen Euro eingespart werden.

3000 der 6000 Stellen werden in Deutschland gestrichen. Der überwiegende Teil davon entfalle auf den Standort Ludwigshafen, sagte ein BASF-Sprecher. Hier hat der Konzern seinen Firmensitz.

122.000 Mitarbeiter weltweit

Die Verwaltung solle verschlankt, Abläufe und Prozesse vereinfacht werden, teilte das Unternehmen weiter mit. BASF werde aber weiter Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitern für Produktion und Digitalisierung haben, "jedoch abhängig von zukünftigen Wachstumsraten". Ende 2018 beschäftigte der Konzern weltweit 122.000 Mitarbeiter.

Der nun angekündigte Stellenabbau ist Teil eines Sparprogramms, das das BASF-Management im November 2018 angekündigt hatte. Es soll das Unternehmen wieder profitabler machen und von Ende 2021 an jährlich zwei Milliarden Euro zum operativen Gewinn beisteuern. Kosten einsparen will BASF-Chef Martin Brudermüller etwa in der Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung. Außerdem verkauft BASF Teilbereiche.

BASF ist einer der größten Chemiekonzerne der Welt. Der bereinigte Betriebsgewinn war im ersten Quartal um ein Viertel auf 1,7 Milliarden Euro eingebrochen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Juni 2019 um 16:00 Uhr.

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