Umsatz und Gewinn brechen ein Weniger Güter, aber mehr Menschen

Stand: 20.08.2009 12:06 Uhr

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Die Wirtschaftskrise trifft die Bahn hart.

Die Wirtschaftskrise hat die Deutsche Bahn in der ersten Jahreshälfte getroffen. Der Gewinn des Konzerns sei zwischen Januar und Juni um 40,2 Prozent auf 547 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum geschrumpft, teilte die Bahn mit. Der Umsatz des Unternehmens brach um 14 Prozent ein und belief sich auf 14,3 Milliarden Euro.

Weniger Güter

Zu Schaffen mache dem Konzern besonders der durch die Wirtschaftskrise verursachte Rückgang im Güterverkehr, erläuterte Bahnchef Rüdiger Grube. Die Menge der beförderten Güter sei im ersten Halbjahr um rund 26 Prozent auf 145 Millionen Tonnen zurückgegangen. Grube verwies in diesem Zusammenhang auf die teils dramatischen Produktionseinbrüche bei wichtigen Bahnkunden aus dem Bereich Stahl, Auto oder Chemie. Allein das Produktionsniveau bei Rohstahl habe auf dem Niveau der 50er Jahre gelegen.

... aber mehr Menschen in den Zügen

Bahnchef Rüdiger Grube
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Verweist auf Produktionseinbrüche in einigen Branchen: Bahnchef Grube

Einen Zuwachs habe die Bahn in der ersten Jahreshälfte im Personenverkehr verzeichnet, teilte der Konzern mit. Die Zahl der Fahrgäste stieg zwischen Januar und Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent auf insgesamt 958 Millionen. Das waren 16,8 Millionen mehr als im ersten Halbjahr 2008. Der Konzern habe damit trotz seines verringerten Zugangebots im Fernverkehr wegen der Achskontrollen an den ICE-Zügen einen Zuwachs bei den Fahrgastzahlen verbucht.

Verhaltener Ausblick

Grube betonte, die Bahn passe ihre Strukturen der veränderten Marktsituation an. Fixkosten würden gesenkt. Ausdrücklich hob er hervor, dass "an Sicherheit und Service" nicht gespart werde. Zum Ausblick sagte der Bahnchef: "Wir werden etwa vier Jahre benötigen, um auf das Niveau von 2007/2008 zu kommen."

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