Schienen der Deutschen Bahn (DB) in Seevetal | Bildquelle: dapd

Studie zur Bahn-Infrastruktur Wenig Geld für deutsche Schienen

Stand: 17.06.2019 11:50 Uhr

Die Bahn hat keinen guten Ruf: Verspätungen, Ausfälle, Schäden. Teilweise liegt das auch am Schienennetz. Ein Vergleich zeigt nun: Deutschland gibt deutlich weniger Geld für die Infrastruktur aus als andere Nationen.

Deutschland gibt laut einer Untersuchung deutlich weniger Geld für die Bahn-Infrastruktur aus als andere europäische Staaten. Wie die Allianz pro Schiene erklärte, gab der deutsche Staat im vergangenen Jahr pro Bürger 77 Euro für das Eisenbahnnetz aus. Andere europäische Nationen investieren dagegen deutlich mehr in den Erhalt und den Ausbau der Gleise.

Deutschland hinkt bei Investitionen in die Bahn hinterher
tagesschau24 17:30 Uhr, 17.06.2019, Sebastian Deliga, SWR

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Schweiz und Österreich spitze

Spitzenreiter in dem Ranking, das die Allianz pro Schiene - ein Verbund aus Umweltorganisationen, Hochschulen und Bahnunternehmen - zusammen mit der Unternehmensberatung SCI Verkehr erstellt hat, ist wie in den Vorjahren die Schweiz mit 365 Euro. Dahinter folgen Österreich (218 Euro) und Dänemark (182 Euro). Hinter Deutschland liegen Frankreich (40 Euro) und Spanien (29 Euro).

Die Allianz pro Schiene sieht trotz des "schlechten Zeugnisses" einen "Aufwärtstrend" in Deutschland: In den vergangenen Jahren lagen die Ausgaben noch niedriger. Seit 2014 stieg der Wert von 49 Euro auf 77 Euro. "Doch mit diesem Tempo kann die Bundesrepublik gerade einmal die größten Schwachstellen ausbessern, aber nicht die Verkehrswende gestalten", kritisierte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. "Allein um die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten, ist eine Kraftanstrengung unverzichtbar".

Mehr Geld für Straßen als für Schienen

Vergleicht man die Investitionen für Straße und Schiene, gibt Deutschland mehr Geld für die Autobahnen und Co. aus. 2018 lagen die Investitionen in Erhalt, Neu- und Ausbau für die Schiene bei 45,3 Prozent, während in Straßen 54,7 Prozent flossen.

In der Schweiz und Österreich übertreffen dagegen die Schieneninvestitionen die in die Straße. "Deutlicher kann man nicht machen, dass Deutschland dem Klimaschutz im Verkehr noch immer keine Priorität einräumt", so Flege.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 17. Juni 2019 um 11:45 Uhr und tagesschau24 um 15:00 Uhr.

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