Audi SUV | Bildquelle: ALI HAIDER/EPA-EFE/REX/Shutterst

Kohlendioxid-Belastung Mehr Autos, mehr PS, mehr CO2

Stand: 26.11.2018 12:23 Uhr

Der Autoverkehr in Deutschland belastet die Umwelt zunehmend mit Kohlendioxid. Das liegt vor allem an vielen Neuwagen mit immer leistungstärkeren Motoren - aber auch an der puren Zahl der Autos.

Mehr Autos, höhere Fahrleistungen und immer stärkere Motoren: Der Autoverkehr in Deutschland belastet die Umwelt immer mehr mit dem Treibhausgas Kohlendioxid - trotz der Fortschritte bei Abgasreinigung und effizienteren Antrieben.

Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes produzierte der Autoverkehr in Deutschland im vergangenen Jahr die Emission von 115 Millionen Tonnen CO2. Das waren 6,4 Prozent mehr als im Jahr 2010.

Für den Anstieg sorgten vor allem stärkere Motoren und immer mehr Autos - die auch mehr gefahren wurden.

46 Millionen Autos in Deutschland

So ist der deutsche Fahrzeugbestand in den acht Jahren um zehn Prozent auf knapp 46 Millionen Autos gewachsen. Erreicht wurde dieser Anstieg fast ausschließlich mit zusätzlichen Dieselfahrzeugen (+35,1 Prozent). Die Zahl der Benziner vergrößerte sich nur geringfügig um 0,7 Prozent.

In der Umweltbilanz machten immer stärkere Motoren die technischen Fortschritte direkt wieder zunichte. Denn die Kunden kauften vor allem leistungsstarke Diesel-Autos. Im Schnitt hatten die im vergangenen Jahr neu zugelassenen Autos eine Motorleistung von 111 Kilowatt (151 PS). Im Jahr 2010 hatte bei Neuwagen noch durchschnittlich 96 Kilowatt (130 PS) genügt.

Autos mit mehr als 100 Kilowatt sind inzwischen zu mehr als der Hälfte am Ausstoß des Kohlendioxids verantwortlich.

Durchschnittsverbrauch geht kaum zurück

Innerhalb von acht Jahren ging lediglich der Durchschnittsverbrauch der Benziner leicht um 4,0 Prozent auf 7,6 Liter pro 100 Kilometer zurück. Die Diesel verbrauchten mit 6,8 Litern zwar etwas weniger als die Benziner, aber immer noch exakt genauso viel wie im Flottenschnitt von 2010. Der absolute Kraftstoffverbrauch sämtlicher Autos stieg in der Frist um 5,7 Prozent auf 46,35 Milliarden Liter.

Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes verursachte die Emission einer Tonne Kohlendioxid nicht ausgeglichene Schäden von rund 180 Euro beispielsweise durch Produktionsausfälle, Ernteverluste oder Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Das würde 20,7 Milliarden Euro für den Autoverkehr des vergangenen Jahres ergeben.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. November 2018 um 17:00 Uhr.

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