Hintergrund

Struktur von Arcandor Drei Töchter, ein Konzern

Stand: 03.06.2009 15:58 Uhr

Der Arcandor-Konzern trägt seinen Namen erst seit 2007 und hieß bis dahin KarstadtQuelle AG. Im Geschäftsjahr 2007/2008 machte Arcandor einen Verlust von 746 Millionen Euro bei einem Umsatz von 19,9 Milliarden Euro. Das Geschäft stützt sich auf die drei Säulen Karstadt, Thomas Cook und Primondo.

Karstadt-Filiale in Düsseldorf (Archivbild 2005)
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Die Karstadt-Warenhäuser brachten Arcandor zuletzt Verluste ein.

Die Karstadt Warenhaus GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen von Arcandor. Das Unternehmen betreibt mehr als 100 Filialen einschließlich 28 Niederlassungen von Karstadt-Sport und bekannte Warenhäuser wie das KaDeWe in Berlin oder das Alsterhaus in Hamburg. 2008 beschäftigte Karstadt rund 32.300 Mitarbeiter. Mit knapp 4,1 Milliarden Euro Umsatz lieferte die Warenhaustochter im vergangenen Geschäftsjahr den kleinsten Beitrag zum Arcandor-Umsatz und machte im operativen Geschäft Verluste.

Thomas Cook ist profitabel

Die Thomas-Cook-Gruppe, an der Arcandor eine Mehrheit von rund 52 Prozent hält, ist einer der größten Reiseveranstalter Europas. Neben Thomas Cook Reisen ergänzen viele weitere Marken wie Neckermann Reisen oder der Ferienflieger Condor das Touristikunternehmen. Es bildete im vorigen Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 11,4 Milliarden Euro den Kern des Arcandor-Konzerns und verhinderte mit seinen Gewinnen einen deutlichen höheren Verlust der Konzernmutter. Die Thomas Cook Gruppe beschäftigt etwa 34.300 Mitarbeiter.

Unter der Bezeichnung Primondo fasst Arcandor sein Versandhandelsgeschäft zusammen. Bekannteste Marke ist dabei das Traditionshaus Quelle. Aber auch Spezialanbieter wie Bogner Homeshopping, Hess Natur und Baby-Walz gehören zu Primondo. Dieser Konzernsparte mit ihren 19.200 Mitarbeitern verdankte Arcandor im Geschäftsjahr 2007/2008 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro.

Infografik: Arcandor
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Infografik: Arcandor

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