IAB-Studie zum Arbeitskräftebedarf Deutschland sucht eine Million Arbeiter

Stand: 16.02.2011 15:31 Uhr

Eine BMW-Produktionsstraße im bayerischen Dingolfing
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Deutschlands Wirtschaft ist auf Wachstumskurs - eine BMW-Produktionsstraße im bayerischen Dingolfing

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres ist die Zahl der offenen Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt auf fast eine Million gestiegen. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Mit 996.200 Stellen habe der Wert rund 25 Prozent höher gelegen als im Vergleichsquartal 2009 - im Vergleich zum dritten Quartal 2010 stieg die Zahl der offenen Stellen nach IAB-Angaben um rund 22 Prozent. Von diesen rund 996.000 Stellen waren 718.100 sofort und 278.100 später zu besetzen.

Die steigende Nachfrage ist zum überwiegenden Teil auf Arbeitskräftemangel im Westen Deutschlands zurückzuführen. Unternehmen in den alten Bundesländern meldeten rund 850.000 offene Stellen, im Osten wurden lediglich 145.000 Mitarbeiter gesucht, berechnet das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit. In welchen Sektoren der deutschen Wirtschaft Arbeitskräfte gesucht werden, erfasst die IAB-Studie nicht.

Besser in der Krise, weniger Plus im Aufschwung

"Aufgrund der geringeren Exportabhängigkeit der ostdeutschen Wirtschaft hatte die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise hier zu weniger starken Einbrüchen bei der Zahl der offenen Stellen geführt", erläuterte IAB-Arbeitsmarktexpertin Anja Kettner. Zugleich profitiere der Osten nun auch nicht so stark von der wirtschaftlichen Erholung.

Das IAB erfasst viermal jährlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden. Im vierten Quartal 2010 waren der Bundesagentur für Arbeit rund 390.000 Stellen gemeldet und damit 39 Prozent aller Stellenangebote.

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