Ein Mann geht an einem Schild der Bundesagentur für Arbeit vorbei. | Bildquelle: dpa

Kaltes Winterwetter Arbeitslosenzahl steigt saisonbedingt

Stand: 01.03.2019 10:22 Uhr

Der Winter macht sich auch am Arbeitsmarkt bemerkbar: Weil in vielen Außenberufen die Jobs fehlen, ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar gestiegen. Dennoch bleibt es bei einem Rekordtief.

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist Anfang 2018 wie üblich jahreszeitlich bedingt gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen kletterte im Januar auf 2,4 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Das ist dennoch der niedrigste Wert für den Januar seit der Wiedervereinigung.

Im Vergleich zum Vormonat nahm die Zahl der Jobsucher um 196.000 zu, im Vergleich zum Vorjahr ging sie hingegen um 165.000 zurück. Die Arbeitslosenquote legte um 0,4 Punkte auf 5,3 Prozent zu.

BA-Chef Detlef Scheele äußerte sich positiv. Die Erwerbslosigkeit habe zwar im Januar zugelegt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setze aber ihren Wachstumskurs fort und "die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern bleibt auf einem sehr hohen Niveau".

Der deutliche Anstieg ist für diese Jahreszeit durchaus üblich. In vielen Außenberufen - etwa im Bau oder in der Landwirtschaft - wird im Winter weniger gearbeitet. Die um jahreszeitliche Einflüsse angepasste Zahl der Jobsucher sank auf 2,263 Millionen. Demnach waren zuletzt rund 2000 Männer und Frauen weniger ohne Arbeit als im Dezember - die Zahl ging ausschließlich auf einen Rückgang im Osten zurück. Im Westen blieb sie unverändert.

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Arbeitsmarktzahlen im Januar 2019

Arbeitslosigkeit (absolute Zahlen und Quote)

Arbeitslosigkeit (absolute Zahlen und Quote)

45,08 Millionen Erwerbstätige

Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen erfasst, die gerade beispielsweise an einer Weiterbildung teilnehmen, lag bei 3,291 Millionen. Sie sank saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 22.000. Bei der Bundesagentur waren im Januar zugleich etwa 758.000 offene Stellen gemeldet - 21.000 mehr als vor einem Jahr.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes im Dezember bei 45,08 Millionen - das ist ein Plus von 42.000 im Vergleich zum Vormonat, im Vergleich zum Vorjahr waren es 488.000 Erwerbstätige mehr. Der Anstieg beruhe überwiegend auf mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Deren Zahl hat laut Hochrechnungen der Bundesagentur von Oktober auf November saisonbereinigt um 50 000 zugenommen.

Damit hatten 33,50 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job - 666.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 31. Januar 2019 um 10:00 Uhr.

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