Bauarbeiter auf einer Baustelle in Brandenburg | Bildquelle: dpa

Arbeitsmarkt 2017 Niedrigster Wert seit der Wiedervereinigung

Stand: 04.01.2018 05:48 Uhr

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist 2017 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Im Jahresdurchschnitt waren 2,533 Millionen Menschen auf Jobsuche, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Im Dezember blieb der Arbeitsmarkt stabil.

Der Boom der deutschen Wirtschaft hat die Arbeitslosigkeit 2017 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gedrückt. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im vergangenen Jahr durchschnittlich 2,533 Millionen Frauen und Männer ohne Job registriert.

Das seien 158.000 weniger als 2016, teilte die Behörde mit. Die Quote sank auf 5,7 Prozent von 6,1 Prozent im Jahr 2016. "Der Arbeitsmarkt hat sich 2017 sehr gut entwickelt", erklärte BA-Chef Detlef Scheele nach dem vierten Rückgang in Folge. "Dabei hat er nicht zuletzt von einem breit angelegten Konjunkturaufschwung profitiert."

Anhaltender Jobboom

Die deutschen Wirtschaft wuchs 2017 das achte Jahr in Folge. Getragen wird der Wirtschaftsaufschwung derzeit von steigenden Konsumausgaben, florierenden Exporten, einem Bauboom und höheren Investitionen. Im Dezember waren 761.000 offene Stellen bei der BA gemeldet, 103.000 mehr als vor einem Jahr.

Die guten Wirtschaftsdaten sorgten 2017 auch für einen Rekordwert bei der Beschäftigung: Rund 44,3 Millionen Menschen hatten Arbeit - so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

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Arbeitsmarktzahlen im Dezember 2017

Absolute Zahlen und Quote

Absolute Zahlen und Quote

Den meisten Experten zufolge wird der Jobboom bis mindestens 2019 anhalten. Dann soll nach Prognose des Münchner Ifo-Instituts die Zahl der Arbeitslosen auf rund 2,2 Millionen sinken.

Leichter Anstieg im Dezember

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland stieg im Dezember wetterbedingt im Vergleich zum Vormonat um 17.000 auf 2,385 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Erwerbslosen um 183.000 zurück. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 5,3 Prozent.

Den Anstieg der Arbeitslosenzahl im Dezember führte die Bundesagentur allein auf den Winter zurück. Die Zahl der arbeitslosen Menschen sei weniger gestiegen als saisonal üblich, so Scheele.

Saisonbereinigt sank die Zahl der Jobsucher sogar. Unter Herausrechnung jahreszeitlicher Schwankungen nahm die Erwerbslosenzahl im letzten Monat des Jahres um 29.000 ab.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 03. Januar 2018 um 10:00 und 11:00 Uhr.

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