Arbeitslosigkeit

Arbeitslosenzahlen für September Herbstbelebung light

Stand: 27.09.2012 17:10 Uhr

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die Arbeitslosenzahlen für September bekannt gegeben: Die Arbeitslosenzahlen ging um rund 117.000 auf 2,79 Millionen zurück. "Mit Beginn der Herbstbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen zurückgegangen", erklärte der BA-Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise.

Die schwächere wirtschaftliche Entwicklung wirke sich aber auf den Arbeitsmarkt aus. Saisonbereinigt sei die Zahl der Menschen ohne Arbeit daher im Vormonatsvergleich um 9000 gestiegen.

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Grafiken: Der Arbeitsmarkt im September 2012

"Robuster Arbeitsmarkt"

"Ich sehe auch, dass es für Arbeitslose schwieriger geworden ist, eine Beschäftigung zu finden", sagte Weise. "Bisher war der Arbeitsmarkt sehr aufnahmefähig. Das ändert sich jetzt." Weise bezeichnete den Arbeitsmarkt dennoch als robust. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 6,5 Prozent.

Üblicherweise geht die Erwerbslosigkeit im September deutlich zurück, da nach der Sommerpause und dem Ende der Werksferien viele Unternehmen wieder Mitarbeiter einstellen. Auch viele Schulabgänger, die sich vorübergehend erwerbslos gemeldet hatten, treten eine Stelle an. In den vergangenen Monaten hatte sich aber schon gezeigt, dass der Arbeitsmarkt durch die Abschwächung der Konjunktur zusehends an Schwung verliert.

Leichter Anstieg im August

Die Arbeitslosigkeit war im August leicht gestiegen. Die BA registrierte offiziell rund 2,9 Millionen Arbeitslose. Das waren 29.000 mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 6,8 Prozent.

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KOMMENTARE

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vanPaten 27.09.2012 • 18:43 Uhr

@ Rosenberg : Leih(Zeit)arbeit

Sie haben Recht. Mit dem massenhaften Überantworten der Arbeit suchend gemeldeten Erwerbsfähigen in die Leiharbeitsfirmen fallen diese (dort angestellt mit und ohne aktives Verleihen) aus der BA-Statistik völlig heraus - und bei Entlassung sind sie wieder drin. Manche deiser Frmen sitzen inzwischen in den Jobcentern, so dass der Antragszugang gar nicht relevant wird für die Statistik, wenn die Lete vor Erfassung der Leiharbeit zustimmen. Wenn wir mal die Defintionsfrage der Arbeitslosigkeit (hier hat die Regierung die Hohet und in der EU bei Eurostat die noch "bessere" ILOStatistik (1 Wochenarbeisstunde für 15-74-Jährige reicht, um nicht arbeitslos zu sein in der Woche) und die qualitative Seite ansehen, so sehen sie alleine an meinen Zahlen (für Bernd1: der BA), dass +12.820.000 nicht sv-pflichtige + 5.246.000 ALG-Gemeldete =18.086.000 Erwerbsfähige =43% der Erwerbsfähigen in Billigjobs arbeiten bzw. Stütze bekommen müssen, A.Einkommen zu gering ist zum Leben. H4 war im Sep >Aug