Menschen warten vor einem Arbeitsamt in Spanien. | Bildquelle: dpa

Aktuelle Arbeitslosenzahlen Gute Nachrichten aus der Eurozone

Stand: 09.01.2019 15:37 Uhr

7,9 Prozent im November - das ist die niedrigste Arbeitslosenquote in der Eurozone seit zehn Jahren. Noch besser ist es, wenn man die gesamte EU betrachtet.

Von Holger Romann, ARD-Studio Brüssel

Nicht nur aus Deutschland, auch aus der Eurozone kommen weiterhin gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt. So ist die Zahl der Erwerbslosenzahl den neuesten Daten der Luxemburger Statistikbehörde Eurostat im gemeinsamen Währungsraum erstmals seit langer Zeit unter die Acht-Prozent-Marke gesunken. Im November lag sie genau bei 7,9 Prozent - das ist der niedrigste Wert seit Ausbruch der Finanzkrise, also seit rund zehn Jahren.

Noch besser sieht es aus, wenn man die gesamte EU mit ihren derzeit noch 28 Mitgliedsstaaten betrachtet. Hier weist Eurostat für November eine Erwerbslosenquote von 6,7 Prozent aus. Dieser Wert ist sogar der niedrigste seit Beginn der monatlichen Aufzeichnungen im Januar 2000. EU-weit waren demnach Ende des vergangenen Jahres rund 16,5 Millionen Menschen ohne Job. In der Eurozone waren es etwa 13 Millionen.

Tschechien vorn - Deutschland auf Platz zwei

Aufgeschlüsselt nach Ländern hat Tschechien die Nase vorn. Dort herrscht, mit einer Quote von 1,9 Prozent, praktisch Vollbeschäftigung. Motor des Booms ist neben der Chemie- und IT-Branche vor allem die Automobilindustrie. Hinter Tschechien auf Platz zwei folgt bereits Deutschland mit 3,3 Prozent. Wobei diese Zahl wegen der anderen Berechnungsmethode noch einmal deutlich unter der liegt, mit der der Bundesagentur für Arbeit operiert. Ähnlich gut wie Deutschland stehen aktuell die Niederlande da.

Ein Mann geht an einer Agentur für Arbeit vorbei. | Bildquelle: dpa
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Auch in Deutschland ist die Arbeitslosigkeit auf einem niedrigen Stand.

Schlusslichter Griechenland und Spanien

Am unteren Ende der Statistik das gewohnte Bild: die Schlusslichter heißen Griechenland und Spanien mit jeweils hohen zweistelligen Werten. Allerdings hat sich die Lage am Arbeitsmarkt auch in den ehemaligen Krisenländern kontinuierlich verbessert.

Rückenwind für die Europa-Wahlen

Mit Blick auf die im Mai anstehenden Europa-Wahlen geben die Zahlen der EU-Kommission und den nationalen Regierungen Rückenwind. Beide können auf einen robusten Aufschwung in den zurückliegenden Jahren verweisen. Fragt sich nur, wie lange der Aufwärtstrend noch anhält. Angesichts wachsender Risiken, wie globalen Handelskonflikten und mit Blick auf den Brexit oder den Haushaltsstreit mit Italien, fiel die Prognose von Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici zuletzt eher vorsichtig aus.

Arbeitslosigkeit in der Eurozone jetzt unter acht Prozent
Holger Romann, BR Brüssel
09.01.2019 14:39 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. Januar 2019 um 14:00 Uhr in den Nachrichten.

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