Apple Logo im Rückspiegel eines Autos. | Bildquelle: picture alliance / John G. Maban

190 Stellen werden gestrichen Apple spart bei Roboterauto-Entwicklung

Stand: 28.02.2019 18:10 Uhr

Auch Apple arbeitet an der Entwicklung von Autos, die ohne Fahrer fahren. Doch der iPhone-Hersteller hinkt einem wichtigen Konkurrenten hinterher. Nun streicht Apple in dem Bereich Dutzende Stellen.

Von Marcus Schuler, ARD-Studio Los Angeles

Der iPhone-Hersteller Apple hat angekündigt, 190 Stellen in seiner Sparte für autonomes Fahren zu streichen. Das teilte der US-Konzern in einer Mitteilung an die Behörden mit. Das Autoprogramm wird unter dem Namen Project Titan geführt. Betroffen sind Mitarbeiter an den beiden Standorten Sunnyvale und Santa Clara, beide befinden sich im Silicon Valley und sind nur wenige Kilometer von der Firmenzentrale entfernt.

Es ist bereits die zweite Kündigungswelle für die Mitarbeiter dieses Firmenbereichs. Schon 2016 haben nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg mehr als 100 Mitarbeiter ihren Job verloren. Das Unternehmen hatte sich damals gegen den Bau eines eigenen Roboterautos entschieden. Stattdessen setzt man bei Apple auf die Software-Entwicklung. Hier arbeitet der Konzern offenbar eng mit Volkswagen zusammen und will den Multivan von VW zu einem selbstfahrenden Auto umbauen.

Apple schwächelt auch in anderen Bereichen

Bei der Entwicklung der Roboterautos scheint Apple der Konkurrenz hinterherzufahren. Nach öffentlich zugänglichen Informationen legten die Autos von Apple im Zeitraum von November 2017 bis Dezember 2018 nur gut 128.000 Kilometer für Testfahrten zurück. Die Google-Tochter Waymo kommt mit ihrer Flotte im selben Zeitraum auf mehr als zwei Millionen zurückgelegte Kilometer.

Die neuen Kündigungen bei Apple fallen mit einem deutlichen Rückgang bei den Absatzzahlen für das iPhone zusammen. Sie sind in den vergangenen drei Monaten um 15 Prozent zurückgegangen. Auch die Nachfrage von Apple-Produkten in China schwächelt.

Apple streicht Stellen bei der Roboterauto-Entwicklung
Marcus Schuler, ARD Los Angeles
28.02.2019 10:00 Uhr

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