Apple-Logo | Bildquelle: REUTERS

Wegen Wettbewerbsverstößen Milliardenstrafe für Apple in Frankreich

Stand: 16.03.2020 12:41 Uhr

Die französische Wettbewerbsbehörde verhängt gegen Apple ein Bußgeld in Höhe von 1,1 Milliarden Euro. Der Grund: Der US-Konzern soll sich mit zwei Großhändlern abgesprochen und damit den Wettbewerb beeinträchtigt haben.

Apple muss in Frankreich ein milliardenschweres Bußgeld zahlen. Die zuständige Behörde sieht es als erwiesen an, dass sich der US-Konzern mit zwei Großhändlern abgesprochen und so den Wettbewerb beeinträchtigt hat und belegte Apple dafür mit 1,1 Milliarden Euro Strafe. Es handelt sich um die höchste bisher von der französischen Behörde verhängte Strafe. Bei den Verstößen gehe es um diverse Apple-Produkte wie iPad-Tablets - aber nicht um iPhones.

Hände halten ein iPad
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Beim Vertrieb von iPads soll Apple in Frankreich wettbewerbswidrige Absprachen getroffen haben.

Die beiden Apple-Großhändler, Tech Data und Ingram Micro, müssen der Behörde zufolge 63 Millionen Euro beziehungsweise 76 Millionen Euro wegen Preisabsprachen zahlen.

Kein Kommentar von Apple

Ausgelöst hatte die Untersuchung der Behörde eine Beschwerde des Apple-Händlers eBizcuss. Die aktuelle Strafe kommentierte Apple nicht - der Konzern hatte aber bereits in der Vergangenheit die Vorwürfe zurückgewiesen. Im vergangenen Quartalsbericht allerdings hatte Apple bereits mitgeteilt, dass es eine Strafe in Frankreich geben könnte.

Anfang Februar hatte Apple in Frankreich bereits in eine Strafzahlung in Höhe von 25 Millionen Euro eingewilligt. Dabei ging es um Vorwürfe des "geplanten Produkttods" - also einer kurzen Lebensdauer von iPhones, um Kunden zum Neukauf zu bewegen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 16. März 2020 um 13:00 Uhr.

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